Arbeitsrechte global

Armutslöhne, fehlende Gewerkschaftsfreiheit, Kinderarbeit – die Liste der Arbeitsrechtsverletzungen weltweit ist lang.  Wer sich für bessere Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten einsetzt, bezieht sich dabei meist auf internationales Arbeitsrecht und auf die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Deren Kernarbeitsnormen gelten als Menschenrechte. Im Vorfeld des 100. Geburtstages der ILO im Jahr 2019 untersucht SÜDWIND ihre Bedeutung, Erfolge und Defizite. Schwerpunkte werden dabei auf Gewerkschaftsfreiheit, informeller Arbeit, Saisonarbeit sowie existenzsichernden Löhne liegen. Diese Themenbereiche stellen aktuell besondere Herausforderungen in der globalen Arbeitswelt, für zivilgesellschaftliches Engagement, aber auch für die ILO dar. An ihnen soll exemplarisch untersucht werden, inwiefern die ILO mit ihrem Normenwerk, ihren Verfahrensweisen und Entscheidungsmechanismen zur Problemlösung beiträgt.

Publikationen

The International Labour Organisation (ILO) has been a gift for workers worldwide. This year marks 100 years that this United Nations (UN) organisation has offered an international space to negotiate improvements in working conditions and a firmer guarantee of workers’ rights. Its unique tripartite structure, bringing together representatives of workers, employers and governments, has amplified workers’ voices and, thus, contributed to a more level playing field for them. The international legal framework negotiated and ratified at the annual International Labour Conferences (ILCs) is a key normative benchmark for workers’ rights in the ILO’s 187 member states.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Pressemitteilung: NRW-Landesregierung soll sich hinter ein starkes Lieferkettengesetz stellen

[Bonn, 03.09.2020] Um ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards im Ausland verpflichten soll, wird im Bundeskabinett aktuell heftig gerungen. Der Ausschuss für Europa und Internationales des Landtag NRW berät in seiner morgigen Sitzung über eine Unterstützung eines solchen Gesetzesvorhabens durch die Landesregierung. Das Bonner SÜDWIND-Institut engagiert sich in der Initiative Lieferkettengesetz für einen starken gesetzlichen Rahmen und fordert die Landesregierung zu einer klaren Positionierung für ein starkes Gesetz auf.

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Audio/Video

Corona und die Textilindustrie

Der große Ansturm auf die Geschäfte blieb nach dem Lockdown aus. Sabine Ferenschild erklärt im Interview was das für die Textilindustrie bedeutet und wer die Leidtragenden sind.

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Aus unseren Netzwerken

Zivilgesellschaft im Bündnis für nachhaltige Textilien: Sorgfaltspflicht muss für alle Unternehmen gelten

[Bonn, Berlin, 16.09.2020] Offenbar wird es heute erneut keine Einigung im Kabinett zu dem in der Koalitionsvereinbarung zugesagten Lieferkettengesetz geben. Nichtregierungsorganisationen im Textilbündnis warnen vor einer Verwässerung. Ein Lieferkettengesetz darf sich nicht nur auf die großen Unternehmen beschränken. Ein Lieferkettengesetz muss alle Unternehmen gesetzlich verpflichten, Menschenrechte und Umweltstandards in ihrer Lieferkette zu achten und Opfern Entschädigung vor deutschen Gerichten ermöglichen.

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Pressemitteilungen

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