Arbeitsrechte global

Armutslöhne, fehlende Gewerkschaftsfreiheit, Kinderarbeit – die Liste der Arbeitsrechtsverletzungen weltweit ist lang.  Wer sich für bessere Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten einsetzt, bezieht sich dabei meist auf internationales Arbeitsrecht und auf die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Deren Kernarbeitsnormen gelten als Menschenrechte. Im Vorfeld des 100. Geburtstages der ILO im Jahr 2019 untersucht SÜDWIND ihre Bedeutung, Erfolge und Defizite. Schwerpunkte werden dabei auf Gewerkschaftsfreiheit, informeller Arbeit, Saisonarbeit sowie existenzsichernden Löhne liegen. Diese Themenbereiche stellen aktuell besondere Herausforderungen in der globalen Arbeitswelt, für zivilgesellschaftliches Engagement, aber auch für die ILO dar. An ihnen soll exemplarisch untersucht werden, inwiefern die ILO mit ihrem Normenwerk, ihren Verfahrensweisen und Entscheidungsmechanismen zur Problemlösung beiträgt.

Publikationen

The International Labour Organisation (ILO) has been a gift for workers worldwide. This year marks 100 years that this United Nations (UN) organisation has offered an international space to negotiate improvements in working conditions and a firmer guarantee of workers’ rights. Its unique tripartite structure, bringing together representatives of workers, employers and governments, has amplified workers’ voices and, thus, contributed to a more level playing field for them. The international legal framework negotiated and ratified at the annual International Labour Conferences (ILCs) is a key normative benchmark for workers’ rights in the ILO’s 187 member states.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Stellungnahme zum Lieferkettengesetz-Antrag der NRW-SPD

[Bonn, 30.06.2020] In einem Antrag der NRW-SPD, der u.a. im Ausschuss für Europa und Internationales des Landtag NRW behandelt werden soll, wird die Landesregierung aufgefordert, sich gegenüber der Bundesregierung für ein Lieferkettengesetz stark zu machen. SÜDWIND hat den Antrag mit einer öffentlichen Stellungnahme kommentiert.

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Audio/Video

Auswirkungen von Corona auf Arbeitsmigrant*innen in Indien

Der durch die indische Regierung verhängte Lockdown infolge der Corona-Pandemie traf Arbeitsmigrant*innen, die im Textil- oder Bausektor Westindiens tätig sind, besonders hart. Sudhir Katiyar vom Prayas Centre for Labour Research and Action, berichtet in diesem Video von der aktuellen Situation der Arbeitsmigrant*innen. Prayas ist langjähriger Partner von SÜDWIND e.V.

 

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Aus unseren Netzwerken

Zivilgesellschaft im Textilbündnis: Von Rana Plaza zu COVID-19: Textilarbeiter*innen erneut in tiefer Krise. Faire Einkaufspraktiken von Unternehmen gefordert

[Berlin/Bonn, 24.04.2020] Sieben Jahre nach dem Fabrikeinsturz von Rana Plaza stürzen Textilarbeiter*innen durch COVID-19 erneut in eine Krise. Gerade jetzt muss sich das Bündnis für nachhaltige Textilien als Instanz zur Sicherung von menschenrechtlicher Verantwortung beweisen, fordert die Zivilgesellschaft im Textilbündnis. Denn während Marken- und Einzelhandelsunternehmen auf die COVID-19-Krise mit weitreichenden Stornierungen bei ihren Zulieferern reagieren, erleiden Textilarbeiter*innen in den Produktionsländern aufgrund der Einkommensausfälle extreme wirtschaftliche Not. Fällt der reguläre Lohn weg, der ohnehin oft nicht bis zum Monatsende reicht, greifen dort auch keine sozialen Sicherungssysteme.

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Recht und Gerechtigkeit

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Pressemitteilungen

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