Arbeitsrechte global

Armutslöhne, fehlende Gewerkschaftsfreiheit, Kinderarbeit – die Liste der Arbeitsrechtsverletzungen weltweit ist lang.  Wer sich für bessere Arbeitsbedingungen in globalen Wertschöpfungsketten einsetzt, bezieht sich dabei meist auf internationales Arbeitsrecht und auf die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Deren Kernarbeitsnormen gelten als Menschenrechte. Im Vorfeld des 100. Geburtstages der ILO im Jahr 2019 untersucht SÜDWIND ihre Bedeutung, Erfolge und Defizite. Schwerpunkte werden dabei auf Gewerkschaftsfreiheit, informeller Arbeit, Saisonarbeit sowie existenzsichernden Löhne liegen. Diese Themenbereiche stellen aktuell besondere Herausforderungen in der globalen Arbeitswelt, für zivilgesellschaftliches Engagement, aber auch für die ILO dar. An ihnen soll exemplarisch untersucht werden, inwiefern die ILO mit ihrem Normenwerk, ihren Verfahrensweisen und Entscheidungsmechanismen zur Problemlösung beiträgt.

Publikationen

Kaffee ist der meistgehandelte Agrarrohstoff der Welt. Die Menschen in Deutschland tranken im Jahr 2017 pro Kopf mit 162 Litern mehr Bohnenkaffee als Wasser (148 Liter), erst danach folgen Erfrischungsgetränke und Bier. Damit ist die Kaffeebohne einen weiten Weg gegangen vom begehrten Luxusobjekt zum Allerwelts­produkt und von ihrem Anbaugebiet, in die heimische Tasse. Dabei ist immer mehr aus dem Blick geraten, wie aufwendig der Anbau und die Weiterverarbeitung von Kaffee sind.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Pressemitteilung: Neue SÜDWIND-Studie weist auf Talentvergeudung hin, die vor allem Migrantinnen trifft

[Bonn / Berlin, 13.08.2019]: Bonn, den 2. Dezember 2019. „Ich hatte große Schwierigkeiten mit der Anerkennung meines Diploms, das war sehr hart am Anfang …“. Was eine junge Senegalesin im Interview mit SÜDWIND vor einigen Jahren beschrieb, ist Alltag für viele Migrantinnen aus Nicht-EU-Ländern: Unabhängig davon, ob sie als Erwerbsmigrantin, Familienangehörige oder Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind, trifft sie ein erhöhtes Risiko für brain waste oder „De-Qualifikation“. Damit ist eine Beschäftigung unterhalb der Qualifikation gemeint, über die die Migrantin verfügt. De-Qualifikation führt zu geringeren Einkommen und Vergeudung von Talenten.

 

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Audio/Video

Die Kirchen und der Wäschemarkt

Textilien aus kirchenlichen Krankenhäusern werden häufig in Großwäschwereien in Osteuropa gewaschen. Kirchliche Einrichtungen wollen das ändern.

Eine Sendung mit Interview von Dr. Sabine Ferenschild.

 

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Aus unseren Netzwerken

Zivilgesellschaft im Textilbündnis: Grüner Knopf nur eine weitere freiwillige Maßnahme neben einem schwachen Textilbündnis

Die heutige Vorstellung des neuen Textil-Siegels „Grüner Knopf“ durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nutzt die Zivilgesellschaft im Textilbündnis zu einer kritischen Standortbestimmung. Die zivilgesellschaftlichen Bündnis-Mitglieder kritisieren, dass der Grüne Knopf genauso wie das Textilbündnis nur eine freiwillige Maßnahme ist. Dringend notwendig sei aber ein Gesetz, das Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte, Umwelt und Korruptionsvermeidung für alle Unternehmen verbindlich regelt. Dieses Gesetz müsse die Basis für soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit bilden. Freiwillige Maßnahmen wie der Grüne Knopf und ein verbessertes Textilbündnis könnten darauf aufbauen.

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Recht und Gerechtigkeit

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Pressemitteilungen

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