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Globales Spiel um Knopf und Kragen. Das Ende des Welttextilabkommens verschärft soziale Spaltungen

Art.-Nr.: 2004-07

Erscheinungsjahr: 2004

Ende 2004 läuft das Welttextilabkommen der Welthandelsorganisation (WTO) aus. Ab 2005 werden die Mengenbeschränkungen (Quoten) wegfallen, die den internationalen Textil- und Bekleidungshandel in den letzten Jahrzehnten geprägt haben. Textil- und Bekleidungsexporte aus den Ländern der Dritten Welt und Osteuropas in die Industrieländer werden dann keinen mengenmäßigen Begrenzungen mehr unterliegen.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist ein Paradebeispiel für die Widersprüchlichkeiten und die Entwicklungssackgasse, zu denen der Prozess neoliberaler Globalisierung führt: Entgegen der Freihandelslogik setzten hier die Industrieländer ihre protektionistischen Interessen durch. Das »Beschäftigungswunder« in der Dritten Welt wurde mit ungeschützter Arbeit erkauft. Der hohe Frauenanteil unter den Beschäftigten hat kaum deren gesellschaftliche Stellung verbessert.

Die Liberalisierung des Welttextil- und Bekleidungsmarkts wird von einschneidenden Strukturveränderungen begleitet. Dramatische Folgen treffen zahlreiche Produktionsländer und Industrien sowie Millionen von Beschäftigten. Schien lange Zeit die Quotenregelung des Welttextil- und Bekleidungshandels ausschließlich ein Instrument zum Schutz der Industrien in den Industrieländern zu sein, kommen heute jedoch auch jene Entwicklungsländer in den Blick, denen diese Regulierung den Aufbau einer eigenen Industrie ermöglicht hat. Wer wird in dem Wegfall der Quoten eher Gefahren als Chancen sehen? Worin bestehen sie im einzelnen? Mit welchen Strategien können die Interessen der Beschäftigten in der weltweiten Bekleidungsindustrie unterstützt werden?

Diese Broschüre untersucht die Entwicklung des Textil- und Bekleidungshandels in den letzten Jahrzehnten im Rahmen von GATT und WTO und stellt einzelne Länderbeispiele und Handlungsoptionen vor. Die beiden Herausgeber sehen in dieser Broschüre einen Beitrag zur Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung, die sich seit Jahren für Sozialstandards in der globalen Bekleidungsindustrie einsetzt.

(Dr. Sabine Ferenschild, Ingeborg Wick, 68 Seiten)

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Globales Spiel um Knopf und Kragen. Das Ende des Welttextilabkommens verschärft soziale Spaltungen

Art.-Nr.: 2004-07

Erscheinungsjahr: 2004

Ende 2004 läuft das Welttextilabkommen der Welthandelsorganisation (WTO) aus. Ab 2005 werden die Mengenbeschränkungen (Quoten) wegfallen, die den internationalen Textil- und Bekleidungshandel in den letzten Jahrzehnten geprägt haben. Textil- und Bekleidungsexporte aus den Ländern der Dritten Welt und Osteuropas in die Industrieländer werden dann keinen mengenmäßigen Begrenzungen mehr unterliegen.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist ein Paradebeispiel für die Widersprüchlichkeiten und die Entwicklungssackgasse, zu denen der Prozess neoliberaler Globalisierung führt: Entgegen der Freihandelslogik setzten hier die Industrieländer ihre protektionistischen Interessen durch. Das »Beschäftigungswunder« in der Dritten Welt wurde mit ungeschützter Arbeit erkauft. Der hohe Frauenanteil unter den Beschäftigten hat kaum deren gesellschaftliche Stellung verbessert.

Die Liberalisierung des Welttextil- und Bekleidungsmarkts wird von einschneidenden Strukturveränderungen begleitet. Dramatische Folgen treffen zahlreiche Produktionsländer und Industrien sowie Millionen von Beschäftigten. Schien lange Zeit die Quotenregelung des Welttextil- und Bekleidungshandels ausschließlich ein Instrument zum Schutz der Industrien in den Industrieländern zu sein, kommen heute jedoch auch jene Entwicklungsländer in den Blick, denen diese Regulierung den Aufbau einer eigenen Industrie ermöglicht hat. Wer wird in dem Wegfall der Quoten eher Gefahren als Chancen sehen? Worin bestehen sie im einzelnen? Mit welchen Strategien können die Interessen der Beschäftigten in der weltweiten Bekleidungsindustrie unterstützt werden?

Diese Broschüre untersucht die Entwicklung des Textil- und Bekleidungshandels in den letzten Jahrzehnten im Rahmen von GATT und WTO und stellt einzelne Länderbeispiele und Handlungsoptionen vor. Die beiden Herausgeber sehen in dieser Broschüre einen Beitrag zur Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung, die sich seit Jahren für Sozialstandards in der globalen Bekleidungsindustrie einsetzt.

(Dr. Sabine Ferenschild, Ingeborg Wick, 68 Seiten)

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