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Werbegag oder Hebel für Beschäftigte? Ein Leitfaden für internationale Kodizes der Arbeitspraxis

Art.-Nr.: 2006-02

Erscheinungsjahr: 2006

Seit der ersten Veröffentlichung der vorliegenden Broschüre in der englischen Fassung „Workers‘ tool or PR ploy?“ im März 2001 hat die internationale Debatte über Verhaltenskodizes weiter an Dynamik gewonnen. Diese Debatte spiegelt eine weltweit wachsende Bewegung wider, die den sozialen Auswirkungen der Globalisierung kritisch gegenüber steht. Nach Aussage der IAO-Weltkommission zur Sozialen Dimension der Globalisierung, deren Schlussfolgerungen Anfang 2004 veröffentlicht wurden, hat die Globalisierung für eine überwältigende Mehrheit der Frauen und Männer weder menschenwürdige Arbeit noch ihren Kindern eine bessere Zukunft gebracht.

Seit den frühen 90er Jahren sind eine ganze Reihe neuer Instrumente zur Verbesserung der Arbeitnehmerrechte geschaffen worden, u.a. Verhaltenskodizes, internationale Rahmenvereinbarungen und Weltbetriebsräte. Sie wurden von Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen als Ergänzung, nicht als Alternative zu staatlichen Regelungen geschaffen. Aber zunehmend häufi ger favorisieren sowohl Unternehmen wie Regierungen das Konzept freiwilliger „sozialer Verantwortung der Unternehmen“ als Alternative zu bindenden Arbeitsgesetzen. Es bedarf jedoch sowohl öffentlicher wie privater Regelungen, die in der Praxis sorgfältig aufeinander abgestimmt werden sollten, um eine weitere soziale Polarisierung zu vermeiden.

Diese Broschüre beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit fünf herausragenden Initiativen zur Verifizierung der Kodizes. Obwohl sie sich in vielfältiger Form voneinander unterscheiden, haben sie sich in den letzten Monaten tendenziell angenähert. Gemeinsamkeiten werden gegenwärtig zur besseren Koordinierung und Kooperation zwischen den einzelnen Initiativen im Rahmen einer „Joint Initiative on Corporate Accountability and Workers’ Rights“ (JOIN, der „Gemeinsamen Initiative zu Unternehmensverantwortung und Arbeitnehmerrechten“) sondiert, einschließlich der „Clean Clothes Campaign“ (Kampagne für Saubere Kleidung). Es bedarf jedoch einer weiteren Abstimmung in den Bemühungen um Verhaltenskodizes, will man die Möglichkeiten dieses Instrumentes zugunsten der ArbeitnehmerInnen voll ausschöpfen.

(Ingeborg Wick, 112 Seiten)

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Art.-Nr.: 2006-02

Erscheinungsjahr: 2006

Seit der ersten Veröffentlichung der vorliegenden Broschüre in der englischen Fassung „Workers‘ tool or PR ploy?“ im März 2001 hat die internationale Debatte über Verhaltenskodizes weiter an Dynamik gewonnen. Diese Debatte spiegelt eine weltweit wachsende Bewegung wider, die den sozialen Auswirkungen der Globalisierung kritisch gegenüber steht. Nach Aussage der IAO-Weltkommission zur Sozialen Dimension der Globalisierung, deren Schlussfolgerungen Anfang 2004 veröffentlicht wurden, hat die Globalisierung für eine überwältigende Mehrheit der Frauen und Männer weder menschenwürdige Arbeit noch ihren Kindern eine bessere Zukunft gebracht.

Seit den frühen 90er Jahren sind eine ganze Reihe neuer Instrumente zur Verbesserung der Arbeitnehmerrechte geschaffen worden, u.a. Verhaltenskodizes, internationale Rahmenvereinbarungen und Weltbetriebsräte. Sie wurden von Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen als Ergänzung, nicht als Alternative zu staatlichen Regelungen geschaffen. Aber zunehmend häufi ger favorisieren sowohl Unternehmen wie Regierungen das Konzept freiwilliger „sozialer Verantwortung der Unternehmen“ als Alternative zu bindenden Arbeitsgesetzen. Es bedarf jedoch sowohl öffentlicher wie privater Regelungen, die in der Praxis sorgfältig aufeinander abgestimmt werden sollten, um eine weitere soziale Polarisierung zu vermeiden.

Diese Broschüre beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit fünf herausragenden Initiativen zur Verifizierung der Kodizes. Obwohl sie sich in vielfältiger Form voneinander unterscheiden, haben sie sich in den letzten Monaten tendenziell angenähert. Gemeinsamkeiten werden gegenwärtig zur besseren Koordinierung und Kooperation zwischen den einzelnen Initiativen im Rahmen einer „Joint Initiative on Corporate Accountability and Workers’ Rights“ (JOIN, der „Gemeinsamen Initiative zu Unternehmensverantwortung und Arbeitnehmerrechten“) sondiert, einschließlich der „Clean Clothes Campaign“ (Kampagne für Saubere Kleidung). Es bedarf jedoch einer weiteren Abstimmung in den Bemühungen um Verhaltenskodizes, will man die Möglichkeiten dieses Instrumentes zugunsten der ArbeitnehmerInnen voll ausschöpfen.

(Ingeborg Wick, 112 Seiten)

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