Arbeitsbedingungen in der textilen Kette

In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. Viele von ihnen sind informell beschäftigt. Ihre Arbeit ist sozial ungeschützt und unter ihnen ist Armut weit verbreitet. Über die Hälfte der informell Arbeitenden sind Frauen. Wichtige Hebel zur Absenkung von Arbeits- und Sozialstandards waren in den letzten Jahrzehnten die Ausbreitung von „Freien Exportzonen“, die wachsende Beschäftigung von MigrantInnen sowie die Liberalisierung im Welttextilhandel. Auf allen Stufen der textilen Wertschöpfungskette - vom Anbau und der Verarbeitung von Baumwolle über Spinnereien, Webereien, Textilverarbeitung und Konfektionierung - sind informelle Arbeitsverhältnisse Alltag. SÜDWIND untersucht diese sowie die Arbeitsbedingungen von formell Beschäftigten zusammen mit Partnerorganisationen in den Produktionsländern.

SÜDWIND arbeitet seit der Gründung im Trägerkreis der Kampagne für Saubere Kleidung/Clean Clothes Campaign (CCC) mit. Die CCC ist ein weltweites Netzwerk. Um die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit zu verbessern, informiert die CCC die VerbraucherInnen, übt Einfluss auf Unternehmen aus, unterstützt Arbeitnehmerorganisationen in Konfliktfällen und führt Kampagnen durch, die sich an die Politik wendet.

Publikationen

Kinderarbeit kann unsichtbar in jedem Kleidungsstück oder Handtuch aus indischer Baumwolle stecken, denn Indien gehört zu den wichtigsten Baumwollproduzenten und -exporteuren weltweit. Wer Textilien und Bekleidung ohne Kinderarbeit anbieten (oder konsumieren) will, muss deshalb auch der Frage nachgehen, unter welchen Bedingungen das Saatgut produziert wurde, aus dem dann später die Baumwollfaser gewonnen und verarbeitet wurde.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Fokus Nachhaltigkeit beim Tag der offenen Tür im BMZ – SÜDWIND stellt neue Studie zur Kinderarbeit auf indischen Baumwollsaatgutfeldern vor

Bonn, 22. Juni 2018 – „Flinke Finger“ werden den Kindern nachgesagt, die auf indischen Baumwollfeldern Saatgut produzieren. Zehntausende von ihnen dürften es sein. Ihre Arbeit steckt nahezu unsichtbar in jedem Kleidungsstück oder Handtuch aus indischer Baumwolle. Wer nun aber Textilien und Bekleidung ohne Kinderarbeit anbieten (oder konsumieren) will, muss deshalb auch der Frage nachgehen, unter welchen Bedingungen das Saatgut produziert wird, aus dem dann später die Baumwollfaser gewonnen und verarbeitet wird. Beim gemeinsamen Tag der offenen Tür der Villa Hammerschmidt und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 24. Juni 2018 wird SÜDWIND eine Studie vorstellen, in der die Bedingungen dargestellt werden, unter denen das Baumwollsaatgut in Indien produziert wird.

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Audio/Video

Foto: Renate Hoyer
Forum Entwicklung: Klamotten - Hauptsache billig?

Fünf Jahre nach dem tödlichen Fabrikeinsturz in Bangladesch: Was hat sich in der Textilindustrie getan? Wie steht es um die Sicherheit und die Arbeitsbedingungen, wie um die Löhne der Menschen, die für KiK, C&A oder Tchibo fertigen? Darüber hat die Frankfurter Rundschau mit vier Gästen, darunter Dr. Sabine Ferenschild von SÜDWIND, im Forum Entwicklung geredet.

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Aus unseren Netzwerken

VENRO-NRO-Report: Unbequeme Partner? Von Konfrontation bis Kooperation: Strategien von Nichtregierungsorganisationen gegenüber Unternehmen

Berlin, 16. Juni 2018 –Der NRO-Report von VENRO veranschaulicht durch eine Vielzahl an Praxiserfahrungen, in welchen Beziehungen NRO und Unternehmen in Sachen Entwicklungszusammenarbeit zueinander stehen. Diese reichen von konfrontativen Kampagnen über Dialoge in Multi-Stakeholder-Initiativen bis hin zu Kooperationen in gemeinsamen Projekten.

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