Arbeitsbedingungen in der textilen Kette

In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. Viele von ihnen sind informell beschäftigt. Ihre Arbeit ist sozial ungeschützt und unter ihnen ist Armut weit verbreitet. Über die Hälfte der informell Arbeitenden sind Frauen. Wichtige Hebel zur Absenkung von Arbeits- und Sozialstandards waren in den letzten Jahrzehnten die Ausbreitung von „Freien Exportzonen“, die wachsende Beschäftigung von MigrantInnen sowie die Liberalisierung im Welttextilhandel. Auf allen Stufen der textilen Wertschöpfungskette - vom Anbau und der Verarbeitung von Baumwolle über Spinnereien, Webereien, Textilverarbeitung und Konfektionierung - sind informelle Arbeitsverhältnisse Alltag. SÜDWIND untersucht diese sowie die Arbeitsbedingungen von formell Beschäftigten zusammen mit Partnerorganisationen in den Produktionsländern.

SÜDWIND arbeitet seit der Gründung im Trägerkreis der Kampagne für Saubere Kleidung/Clean Clothes Campaign (CCC) mit. Die CCC ist ein weltweites Netzwerk. Um die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit zu verbessern, informiert die CCC die VerbraucherInnen, übt Einfluss auf Unternehmen aus, unterstützt Arbeitnehmerorganisationen in Konfliktfällen und führt Kampagnen durch, die sich an die Politik wendet.

Publikationen

Kinderarbeit kann unsichtbar in jedem Kleidungsstück oder Handtuch aus indischer Baumwolle stecken, denn Indien gehört zu den wichtigsten Baumwollproduzenten und -exporteuren weltweit. Wer Textilien und Bekleidung ohne Kinderarbeit anbieten (oder konsumieren) will, muss deshalb auch der Frage nachgehen, unter welchen Bedingungen das Saatgut produziert wurde, aus dem dann später die Baumwollfaser gewonnen und verarbeitet wurde.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Textilbündnis: Maßnahmenpläne und Fortschrittsberichte veröffentlicht

Mit dem Eintritt in das Textilbündnis haben sich die Mitgliedsunternehmen dazu verpflichtet, nachweislich zur Verbesserung sozialer und ökologischer Standards in ihren Lieferketten beizutragen. Auf welchem Wege sie an Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und fairen Löhnen arbeiten, ist in jährlichen Maßnahmenplänen – sogenannten Roadmaps – einzusehen. Die Erstellung eines Maßnahmenplans sowie dessen Veröffentlichung ist für jedes Mitglied verpflichtend. Im Folgejahr muss über die Zielerreichung berichtet werden. Auch Textilbündnis-Mitglieder aus der Zivilgesellschaft, wie SÜDWIND, formulieren zu ihrer Arbeit zum Textilsektor Maßnahmenpläne und Fortschrittsberichte.

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Audio/Video

Radioninterview Deutschlandfunk: "Sneaker: Die Rückkehr der Hässlichkeit"

Ugly Sneakers sind das neue Ding in der Schuhwelt. Und jetzt sind sogar die Buffalos zurück, der Gipfel der Hässlichkeit aus den Neunzigern. Überfordert Euch diese Modeentwicklung? Keine Panik! Rami Eiserfey vom Praise Magazin erklärt, wie ihr unter den vielen Hässlichen den richtig Hässlichen findet. Außerdem im Podcast: Sneakerqueen Julia Schoierer hat 800 bis 1000 Sneaker. Sie erzählt, wie sie entscheidet, welchen Schuh sie wann anzieht. Aber der Hype hat seinen Preis. 23 Milliarden Sneaker werden jedes Jahr produziert, alleine 700 Millionen für Deutschland. Anton Pieper von SÜDWIND erklärt, wer den Preis für diesen Massenkonsum zahlt und warum Sneaker eigentlich in den Sondermüll gehören.

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Aus unseren Netzwerken

Pressemitteilung Kampagne für Saubere Kleidung: Textilsiegel „Grüner Knopf“ / Mehr Schein als Sein

Entwicklungsminister Gerd Müller plant, schon bald das Siegel ‚Grüner Knopf‘ für Textilien einzuführen. Die Kampagne für Saubere Kleidung warnt jedoch eindringlich vor der Gefahr der Verwässerung.

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