Bananen

Bananen sind die Hauptexportfrucht weltweit, mehr als ein Viertel der Gesamtproduktion wird in alle Welt exportiert und u.a. in den Industrieländern zu Billigpreisen angeboten. Bananen sind seit Jahrzehnten aber eine wichtige Einkommensquelle für Hunderttausende Familien in zahlreichen Entwicklungsländern. Die Lebensbedingungen von BananenproduzentInnen werden allerdings durch niedrige Exportpreise, schlechte soziale und ökologische Produktionsbedingungen, Wettbewerbskampf und eine Machtkonzentration entlang und insbesondere am Ende der Wertschöpfungskette negativ beeinflusst.

SÜDWIND beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen des Bananenhandels auf KleinproduzentInnen und PlantagenarbeiterInnen. Ansätze des Fairen Handels konnten eine Verbesserung der sozialen Lage bzw. der Lebensbedingungen bei einigen KleinproduzentInnen und Kooperativen in beiden Ländern herbeiführen. Jedoch hat sich grundsätzlich nur wenig geändert: Immer noch ist die soziale Lage der meisten PlantagenarbeiterInnen in Mittel- und Südamerika prekär. Eine Aufwertung der Wertschöpfungskette zu Gunsten der PlantagenarbeiterInnen kann, neben der Einhaltung von sozialen und ökologischen Mindeststandards, mit Hilfe eines existenzsichernden Lohnes erreicht werden.
Um Verbesserungen entlang der Wertschöpfungskette für Bananen zu erreichen beteiligt sich SÜDWIND am Aktionsbündnis  Nachhaltige Bananen (ABNB) in Deutschland.

Publikationen

Bananen sind das beliebteste Obst weltweit und damit ein wichtiges Exportprodukt für viele Länder. Ein Viertel der Ernte wird aus den meist im Globalen Süden liegenden Anbauländern exportiert, womit die Banane die Frucht mit dem höchsten Exportanteil ist. Mehr als 90 % der exportierten Bananen gehen in reichere Industrieländer, was der Banane einen wichtigen Symbolcharakter für die Nord-Süd-Handelsbeziehungen verleiht.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Pressemitteilung: SÜDWIND begrüßt Vorstoß für verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten

Bonn, 11.02.2019: Laut Medienberichten hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen noch unveröffentlichten Gesetzesentwurf erarbeitet, der Unternehmen verpflichtet, Menschenrechte in ihren Wertschöpfungsketten zu achten. Das SÜDWIND-Institut begrüßt die Initiative und appelliert an die Bundesregierung, endlich verbindliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen zu beschließen.

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Audio/Video

Gibt es ethisch vertretbaren Kakao? Einfach vegan - der Forscherpodcast

In dieser Folge gehen die Macher des Podcasts "Einfach vegan - der Forscherpodacst" wieder einer Hörerfrage nach und zwar hat ein Hörer gefragt: "Gibt es Kakao, der ohne (oder mit möglichst wenigen) Zwischenhändler*innen von einer Kooperative von Kleinbauern/Bäuerinnen verschickt/vermarktet wird und bei der auch z.B. Kinderarbeit ausgeschlossen ist und Bioanbau betrieben wird. Es soll möglichst viel vom Aufpreis auf die fairen Produkte dortbleiben, was ja selbst bei strengeren Siegeln sehr niedrig oder undurchsichtig sein kann." Auf der Suche nach einem Gesprächspartner, der mir diese Frage beantworten kann, sind die AutorInnen auf Friedel Hütz-Adams getroffen. In diesem Interview erklärt er, worauf Du beim Kauf von kakaohaltigen Produkten achten solltest, was Du als Konsument*in bewirken kannst und worauf es beim Kauf von Bananen ankommt.

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Termine/Veranstaltungen

29. Juni 2019

Bonn/Rhein-Sieg-Kreis (genauere Ortsangabe folgt)

10:00-16:00 Uhr

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Aus unseren Netzwerken

Stellungnahme des Aktionsbündnis für Nachhaltige Bananen zur Debatte über Bananenpreise

ProduzentInnen aus Lateinamerika haben sich in den letzten Tagen zu den Produktionsbedingungen von Bananen, insbesondere einer von Deutschland ausgehenden Preisgestaltung, geäußert. Als Aktionsbündnis für nachhaltige Bananen, welches sich für soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Bananenwertschöpfungskette einsetzt, möchten wir zu dieser Debatte Stellung beziehen.

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