Fachstelle Globale Wirtschaft und Menschenrechte

Die globalisierte Wirtschaft und ihre (De-)Regulierungssysteme beeinflussen die Lebenssituation von Menschen weltweit. Menschenrechtsverletzungen lassen sich an verschiedenen Stellen globaler Lieferketten aufzeigen, beispielsweise in einer Lebensgrundlagen zerstörenden Rohstoffgewinnung oder in gesundheitsschädlichen Produktionsbedingungen.

Die im Rahmen des Eine-Welt-PromotorInnen-Programms NRW eingerichtete Fachstelle Globale Wirtschaft und Menschenrechte möchte auf menschenrechtsverletzende Strukturen globalen Wirtschaftens hinweisen und Wege zur Veränderung aufzeigen. Dies geschieht über Bildungsarbeit und die Qualifizierung von MultiplikatorInnen, die Entwicklung und Bekanntmachung von Handlungsangeboten sowie Netzwerkarbeit.

„Nachhaltige Entwicklung beginnt im eigenen Land“ – unter diesem Motto steht die Arbeit der Eine-Welt-PromotorInnen, die Dialog und Engagement für Globale Gerechtigkeit fördern, Veränderungen anstoßen und ExpertInnen-Wissen bereitstellen. In NRW wird diese Arbeit durch Engagement Global, Außenstelle NRW und das Eine Welt Netz NRW koordiniert.

Informationen zum NRW-PromotorInnen-Programm finden Sie hier. Informationen zum bundesweiten PromotorInnen-Programm sind hier zu finden.

Die Fachstelle „Globale Wirtschaft und Menschenrechte“ wird über Engagement Global im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und durch die Staatskanzlei NRW gefördert.

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Publikationen

Handels- und Investitionsschutzabkommen erleichtern Unternehmen den Zugang zu Märkten und Rohstoffen und schützen ihre Interessen mit einklagbaren Rechten. Für den Schutz der Menschenrechte bei weltweiten Unternehmenstätigkeiten gibt es dagegen nur freiwillige Leitprinzipien. Das muss sich ändern, denn Menschenrechte brauchen Verbindlichkeit! Die Weltgemeinschaft braucht ein UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten!

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Verstoß gegen OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen: SÜDWIND legt Beschwerde gegen Adidas ein

[Bonn, 13.03.2018]: Das SÜDWIND-Institut wirft Adidas vor, im Fall der gesetzwidrigen Entlassung von mehr als 300 ehemaligen Beschäftigten ihres indonesischen Zulieferers Panarub im Jahr 2012 seinen unternehmerischen Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen zu sein. Damit hat Adidas gegen die Leitsätze der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) für multinationale Unternehmen verstoßen. SÜDWIND, Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung, wird daher gegen den Adidas-Konzern eine Beschwerde bei der OECD einlegen.

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Audio/Video

Kurz erklärt: Living Wages - notwendig für menschenwürdige Arbeit!

In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. Um die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie zu verbessern ist u.a. die Einführung von existenzsichernden Löhnen (living wages) essentiell.

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Termine/Veranstaltungen

20. Juni 2018

Köln

10:15

Workshops mit Eva-Maria Reinwald

16. Juni 2018

Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK)

10:00-16:00 Uhr

 

04. Juni 2018

Bonn

19:00

Vortrag mit Eva-Maria Reinwald

07. Mai 2018

Essen

10:00

SÜDWIND-Informationsstand mit Martina Schaub und Eva-Maria Reinwald

26. April 2018

Bonn

18:15 Uhr

Vortrag von Eva-Maria Reinwald

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Aus unseren Netzwerken

Dirty Profits: Bergbauinvestments und die Folgen für Mensch und Umwelt

Rohstoffe sind das Blut in den Adern der Weltwirtschaft und liefern den Treibstoff für Wohlstand und Wachstum. Sie sind die materielle Grundlage für unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Doch die intensive Rohstoffgewinnung, vor allem in Ländern des globalen Südens, führt immer wieder zu erheblichen Umweltproblemen und sozialer Ausbeutung. Korrupte Systeme und verantwortungslose Unternehmen sorgen dafür, dass die Menschen aus dem Globalen Süden selten angemessen an den Erlösen der Rohstoffgewinnung beteiligt werden.

Vor diesem Hintergrund überprüft der Bericht „DIRTY PROFITS 6 Mining“ aktuelle, schwere Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen im Bergbausektor und dokumentiert zudem, durch welche Banken die dafür verantwortlichen Unternehmen finanziert werden bzw. sich an diesen Unternehmen beteiligen und damit auch Verantwortung tragen.

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