Migration und Entwicklung

Seit 2010 bearbeitet SÜDWIND das Thema „Migration und Entwicklung“. Im Vordergrund stehen dabei die Arbeits- und Lebensbedingungen von Menschen, die sowohl innerhalb ihres Herkunftslandes als auch grenzüberschreitend migrieren. MigrantInnen sind in der Regel nicht nur von ihren jeweiligen ArbeitgeberInnen bzw. den vermittelnden Agenturen abhängig, sie haben zugleich weniger Zugang zu Gewerkschaften und betrieblichen Interessenvertretungen und leben oft unter prekäreren Bedingungen als die lokale Bevölkerung.

SÜDWIND untersucht mit unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten Migrations- und Fluchtursachen, Migrationswege, Grenzregime, den Zusammenhang von Migration und Entwicklungszusammenarbeit, die Wirkungen von Heimatüberweisungen sowie die Verbindung von Migration und der Agenda 2030 – Nachhaltige Entwicklungsziele (SDG).

Publikationen

Für viele Menschen in Entwicklungsländern sind Heimatüberweisungen die Haupteinnahmequelle. Im Jahr 2017 wurden weltweit fast 600 Mrd. US-Dollar von MigrantInnen in ihre Herkunftsländer überwiesen. Heimatüberweisungen oder Rücküberweisungen (engl. Remittances) sind Geldbeträge, die zur Unterstützung der Angehörigen in ihre Herkunftsländer überwiesen werden.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Deutschland verlässt den 0,7 %- Club. SÜDWIND kritisiert Rückschritte in der Entwicklungszusammenarbeit

Bonn, 10.04.2018: Der Entwicklungsausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat gestern die aktuellen Zahlen zur öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ODA) bekannt gegeben. Ganz im Gegensatz zu Ländern wie Schweden, Luxemburg, Norwegen, Dänemark oder Großbritannien ist Deutschland dem international vereinbarten Ziel, 0,7 % des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben, mal wieder nicht nachgekommen. Das SÜDWIND-Institut kritisiert das fehlende Engagement und fordert die neue Bundesregierung auf, Worten Taten folgen zu lassen und endlich einen angemessenen Beitrag zur Förderung nachhaltiger Entwicklung zu leisten.

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Audio/Video

Kurz erklärt: Living Wages - notwendig für menschenwürdige Arbeit!

In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. Um die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie zu verbessern ist u.a. die Einführung von existenzsichernden Löhnen (living wages) essentiell.

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Aus unseren Netzwerken

"Die Grüne Lüge" - Nachhaltigkeitssiegel in der Kritik

Beim "Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen" wurde der Film "Die grüne Lüge" gezeigt, der jetzt auch in den Kinos läuft. Werner Boote (Regisseur: "Plastic Planet") und Kathrin Hartmann (Autorin: Ende der Märchenstunde, Aus kontrolliertem Raubbau) gehen in dem Film der Problematik des "Green Washing" nach, z. B. in der Palmölproduktion. So wird Palmöl als nachhaltig gekennzeichnet, obwohl für dessen Produktion artenreiche Wälder zerstört, der Klimawandel angeheizt und Menschen gewaltsam vertrieben werden. SÜDWIND-Vorstandsmitglied Katja Breyer diskutierte nach der Film mit dem Publikum die Probleme der Palmölproduktion und bekräftigte die Aussage des Films, dass es politische Regeln und deren Durchsetzung braucht, um Menschenrechte und Umweltschutz zu ermöglichen.

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Pressemitteilungen

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