Publikationen

Fact Sheet: Zwischen Recht und Realität. Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen

Art.-Nr.: 2017-47

Erscheinungsjahr: 2017

Was wäre gewesen, wenn die ArbeiterInnen, die in einer der Textilfirmen im Rana Plaza-Gebäude in Dhaka / Bangladesch arbeiteten, im April des Jahres 2013 über frei gewählte betriebliche Interessenvertretungen verfügt hätten? Wäre die Sicherheit der Beschäftigten wichtiger gewesen als das Geschäftsinteresse der Firmeninhaber?

Diese und andere „Was wäre wenn …“-Fragen kann man zwar nicht befriedigend beantworten, man kann aus ihnen aber für die Zukunft lernen. Für die Textil- und Bekleidungsfirmen in Bangladesch müsste das u.a. bedeuten, ihre Beschäftigten zur Wahl von Interessenvertretungen zu ermuntern und mit diesen gewählten VertreterInnen dann über die Arbeitsbedingungen im Allgemeinen und über die Sicherheit am Arbeitsplatz im Besonderen zu verhandeln.

Vor einem potentiellen nächsten Rana Plaza sind dafür noch erhebliche Schritte nötig. Doch nicht nur für die Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz ist die (theoretische und praktische) Vereinigungsfreiheit der Beschäftigten ein substanzieller Schritt. Auch für den Kampf um höhere Löhne oder die Reduzierung der regulären Arbeitszeit ist Vereinigungsfreiheit zentral.

(Dr. Sabine Ferenschild, 4 Seiten)

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Zwischen Recht und Realität - Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen

Art.-Nr.: 2017-44

Erscheinungsjahr: 2017

Vor fast 70 Jahren erweiterte die Internationale Ar­beitsorganisation (ILO) das internationale Arbeitsrecht um zwei zentrale Übereinkommen: das Übereinkom­men über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechts (Nr. 87 von 1948) und das Über­einkommen über die Anwendung der Grundsätze des Vereinigungsrechtes und des Rechtes zu Kollektivver­handlungen (Nr. 98 von 1949). Beide Übereinkommen zählen zu den Menschenrechten bei der Arbeit und wurden von vielen ILO-Mitgliedsstaaten im Laufe der letzten Dekaden ratifiziert. Allerdings zählen wichtige Wirtschaftsnationen wie China oder die USA zu den ILO-Mitgliedern, die diese Übereinkommen nach wie vor nicht ratifiziert haben.

Die vorliegende Studie führt in die Entstehung und In­halte dieser zwei Kernarbeitsnormen ein und erläutert das Aufsichtssystem, mit dem die ILO die Einhaltung dieser Übereinkommen überprüft. Anhand von zwei Beispielländern, China und Bangla­desch, wird dargestellt wie heute, fast 70 Jahre nach der Annahme der Übereinkommen, die Verankerung von Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen im nationalen Recht aussieht und wie sie sich in der Realität gestaltet. In beiden Ländern existieren ekla­tante Mängel in der Umsetzung der Übereinkommen, wodurch sie sozusagen zu Hoch-Risikoländern für Be­schäftigte werden. Deshalb lautet eine der abschlie­ßenden Forderungen in dieser Studie, dass die ILO eine Offensive zu weiteren Ratifizierungen dieser wichtigen Übereinkommen anstrengen muss.

(Dr. Sabine Ferenschild, 28 Seiten)

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ab 1 Stück  5,00
ab 10 Stück  3,00

PPP Mission gescheitert? Die ILO und ihr Einsatz fuer menschenwuerdige Arbeit

Art.-Nr.: 2017-42

Erscheinungsjahr: 2017

Historischer Rückblick (Vorgeschichte, zwischen den Kriegen, nach dem Zweiten Weltkrieg, nach 1989, seit 2012)

Strukturen und Inhalte (Organigramm, Reguläres Aufsichtssystem, Besonderes Aufsichtssystem, Kernarbeitsnormen und Verwaltungsrat, Kernarbeitsnormen und Mitglieder, Deutschland und die ILO

Debatten (Wie verbindlich ist das ILO-Recht? Beinhaltet Übereinkommen Nr. 87 das Streikrecht? Hat die Dreigliedrigkeit ausgedient?)

Auf Wunsch kann eine Präsentation mit dazugehörigen Notizen zur Verfügung gestellt werden.

(Dr. Sabine Ferenschild, 18 Seiten)

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Fact Sheet: Mission gescheitert? Die Internationale Arbeitsorganisation und ihr Einsatz für menschenwürdige Arbeit

Art.-Nr.: 2017-37

Erscheinungsjahr: 2017

Die Kriegserfahrungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, aber auch die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und sozialen Verwerfungen des 19. Jahrhunderts führten zur Gründung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die erstmals Arbeits- und Sozialrechte im Völkerrecht verankerte. Mit der ILO sollten Rahmenbedingungenfür menschenwürdige Arbeit geschaffen, die Arbeits- und Lebensbedingungen aller Menschen verbessert und so der Weltfrieden gesichert werden.    

(Dr. Sabine Ferenschild, 6 Seiten)

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Mission gescheitert? Die Internationale Arbeitsorganisation und ihr Einsatz für menschenwürdige Arbeit

Art.-Nr.: 2017-36

Erscheinungsjahr: 2017

Mit der Gründung der ILO vor fast 100 Jahren bewies die Staatengemeinschaft ihr gewachsenes Bewusstsein dafür, dass sozialpolitische und arbeitsrechtliche Fragen nicht nur innenpolitische, sondern vielmehr internationale Bedeutung haben. Als Meilenstein in der Formulierung und Umsetzung internationalen Arbeitsrechts bildete die ILO damals die Antwort der Staaten auf die Herausforderungen durch Krieg, soziale Spaltungsprozesse und Revolution. Sie schufen eine Organisation, die mit Legislative (Internationale Arbeitskonferenz), Exekutive (Verwaltungsrat), einem Verwaltungsapparat (Internationales Arbeitsamt) und Kontroll- und Aufsichtsgremien (Sachverständigenausschuss, Konferenzausschuss, Ausschuss für Vereinigungsfreiheit) ausgestattet wurde. Durch sozialen Dialog zwischen Staaten, Arbeitgebergruppen und Arbeitnehmervertretungen sollte sie zur Stabilisierung des Weltfriedens und sicheren Lebensbedingungen für die Beschäftigten beitragen. Angesichts der bald 100-jährigen Geschichte dieser ältesten UN-Organisation fällt der Blick auf die realexistierenden globalen Arbeitswelten allerdings ernüchternd aus: Die Herausforderungen scheinen größer zu sein als die Erfolge, schlechte Arbeitsbedingungen und viele Formen von Arbeitsrechtsverletzungen sind nach wie vor Alltag. Ist die Mission der ILO also gescheitert?

(Dr. Sabine Ferenschild, 36 Seiten)

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Anzahl Preis
ab 1 Stück  5,00
ab 10 Stück  3,00

PPP Existenzsichernde Löhne und Einkommen - Nachhaltigkeit erfordert Gerechtigkeit

Art.-Nr.: 2017-33

Erscheinungsjahr: 2017

Inhalt: Nachhaltigkeit & Gerechtigkeit, Existenzsichernde Einkommen: Ein Menschenrecht, Definition existenzsichernder Löhne & Einkommen, Beispiele existenzsichernder Löhne & Einkommen, Umsetzung & Handlungsemfpehlungen, Weiterführendes Material

(Friedel Hütz-Adams, 28 Seiten)

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Fact Sheet: Green Economy und die Bedeutung existenzsichernder Löhne und Einkommen

Art.-Nr.: 2017-14

Erscheinungsjahr: 2017

Um die Weltwirtschaft ökologisch und sozial nachhaltig zu gestalten, muss diese grundlegend verändert werden. Ein Teil der notwendigen Transformation ist, dass Unternehmen in den Wertschöpfungsketten ihrer Produkte grundlegende Menschenrechte einhalten und durchsetzen: Ein großer Teil der Menschen, die unter anderem Produkte für unsere Märkte herstellen, können aufgrund der geringen Löhne und Einkommen aus selbstständiger Arbeit weder Mindestbedürfnisse etwa in den Bereichen Wohnen, Gesundheit und Bildung finanzieren, noch die eigenen Familien ernähren.

(Friedel Hütz-Adams, 4 Seiten)

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Taz-Beilage: Gerechte Arbeit weltweit? – zur Produktion von Konsumgütern

Art.-Nr.: 2015-18

Erscheinungsjahr: 2015

Seit der Grün­dung im Jahr 1991 beschäftigt sich das SÜD­WIND-Institut mit den Arbeits­verhältnissen in den Lieferketten für die Produkte, die wir in Europa konsumieren. Wir begannen mit Kleidungsstücken: Mitte der 1990er Jahre veröffentlichten wir mehrere Studien über die Zustände in den Nähereien Asiens. In den folgen­den Jahren forschten wir Schritt für Schritt weiter entlang der Lieferkette.  Bei der Bekleidung sind wir jetzt bei der Baumwolle angelangt. In anderen Arbeitsbereichen fingen wir dagegen mit den Rohstoffen an.

Dies gilt beispielsweise für Ka­kao oder metallische Rohstoffe, wo wir die Produktion von Schokolade, Handys und Automobilen unter die Lupe nahmen. Viel ist seither erreicht worden, das Bewusstsein der VerbraucherIn­nen ist an vielen Stellen geschärft worden. Freiwillige Initiativen unter Beteiligung von Unternehmen ver­suchen, einzelne Aspekte zu verbes­sern und sogar die Debatte um ge­setzliche Regelungen ist in einigen Bereichen vorangekommen.  Doch es bleibt auch noch einiges zu tun.

SÜDWIND wird sich daher weiterhin engagieren, damit Unter­nehmen mehr Transparenz in ihren Lieferketten herstellen und soziale Belange stärker berücksichtigen.  Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in die Arbeitswel­ten der Produktion und Verarbei­tung einiger Konsumgüter.

(4 Seiten)

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Women Working in the Shadows: The informal economy and export processing zones

Art.-Nr.: 2010-22

Year of publication: 2010

Large areas of women’s work in the world economy takes place in a shadowy realm not covered by labour market statistics, media headlines and research projects. Information on socially vulnerable sectors of the economy in which women’s work is performed is scanty. The amount of employment which is largely beyond the pale of protective measures of the state has increased dramatically over the last few decades. Such forms of employment, also referred to as informal, atypical, unprotected or precarious, are also sharply on the rise in the industrialised countries as well.

Almost two-thirds of paid employees in the world work in the informal economy today. These usually include street vendors, small producers, domestic employees and home workers in the South, and casual employees, temporary workers, part-time and non-permanent employees and frequently micro-entrepreneurs in the North. Two-thirds of them are considered poor in the world. The majority of employees in the informal economy are women. There is also a dearth of data on the working conditions of the primarily female employees working in export promotion zones worldwide. There is scarcely any public awareness of the fact that workers’ and women’s rights are being systematically violated in many of these tax and customs enclaves in more than a hundred countries.

This publication provides basic information on the informal economy and export processing zones, exploring their development in the context of globalisation and the prevailing gender order. It offers proposals for action to be taken by church and women’s groups, trade unions and youth organisations taking the example of campaigns relating to the global textiles and clothing industry, in which women’s work in the informal economy and in export processing zones is very widespread.

(Ingeborg Wick, 60 Pages)

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Das Ende des WTO-Welttextilabkommens und seine Auswirkungen auf Deutschland / die EU

Art.-Nr.: 2010-16

Erscheinungsjahr: 2010

Das Ende des Welttextilabkommens eröffnete ein neues Kapitel im Umstrukturierungsprozess, den die internationale Textil- und Bekleidungsindustrie in den letzten vier Jahrzehnten erfahren hat. Die weltweiten Verlagerungen aus Industrie- in Entwicklungs- und Transformationsländer seit den 1960er Jahren waren von Quotenregelungen im internationalen Textil- und Bekleidungshandel begleitet, die die Märkte in den Industrieländern geschützt und wettbewerbsstarke Exportländer wie China gebremst, jedoch schwache Anbieter wie Kambodscha stabilisiert haben.

Die weltweiten Auslagerungen der Textil- und Bekleidungsindustrie geschahen um den Preis einer weitgehenden Außerkraftsetzung von Arbeits- und Sozialrechten der Beschäftigten, da ein Schwerpunkt dieser Industrie in sog. Freien Exportzonen und in der informellen Wirtschaft des globalen Südens angesiedelt wurde. Arbeitsrechtsverletzungen in dieser Industrie wurden zu einer Normalität im Arbeitsalltag der Mehrheit der Beschäftigten, wie eine Vielzahl von Untersuchungen und Publikationen der letzten zwei Jahrzehnte dokumentieren.

(Ingeborg Wick, 23 Seiten)

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