Publikationen

Preisgestaltung in der Wertschöpfungskette Kakao – Ursachen und Auswirkungen

Art.-Nr.: 2018-01

Erscheinungsjahr: 2018

Nachhaltigkeitsbemühungen im Kakaosektor stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Der Kakaopreis ist seit September 2016 von knapp 3.000 US-Dollar bis Ende Juni 2017 auf rund 1.900 US-Dollar je Tonne massiv gesunken. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Einkommenslage der Bäuerinnen und Bauern.

Die vorliegende Studie zeigt, dass es auf dem Kakaomarkt Konzentrationsprozesse bei Händlern und Verarbeitern von Kakao sowie im Lebensmitteleinzelhandel gibt. Allein die drei größten Unternehmen, Barry Callebaut, Cargill und Olam International, verfügen über die Kapazität, zwei Drittel der Welternte zu verarbeiten. Dem steht auf der Angebotsseite von Kakao kein adäquates Gegengewicht gegenüber. Ein Großteil der weltweit geschätzt fünf Millionen Bäuerinnen und Bauern ist nicht organisiert, was ihre Situation in der Wertschöpfungskette massiv schwächt.

In Westafrika, woher rund 70 Prozent der globalen Kakaoernte stammen, sind schätzungsweise nur 30 Prozent der Bäuerinnen und Bauern organisiert. Zusätzlich fehlt es an nationalen und internationalen Verbänden. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass rein spekulativ orientierte Anleger den Kakaopreis an der Börse beeinflussen. In beiden Bereichen sind über die in der vorliegenden Studie dargelegten Punkte hinaus tiefergehende Recherchen erforderlich, um die aufgezeigten Tendenzen zu untersuchen. Die Bäuerinnen und Bauern haben keinen Einfluss auf die Weltmarktpreise. Bei deren Gestaltung spielt die Frage keine Rolle, ob die Bäuerinnen und Bauern über ein existenzsicherndes Einkommen verfügen.

Im Cocoa Barometer 2015 wird von einem Einkommen aus Kakao von 0,50 US-Dollar pro Kopf und Tag in der Côte d’Ivoire und von 0,84 US-Dollar in Ghana ausgegangen – weit unter der Armutslinie der Weltbank von 1,90 US-Dollar pro Kopf und Tag. Ansätze von standardsetzenden Organisationen haben daran wenig ändern können. Die gezahlten Prämien sind zu niedrig, um maßgeblichen Einfluss auf die Einkommen der Bäuerinnen und Bauern nehmen zu können.

(Friedel Hütz-Adams u.a., 36 Seiten)

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Nicht jedeR will nach Europa. Motivationen für Flucht und Migration aus der Demokratischen Republik Kongo und Ghana.

Art.-Nr.: 2017-43

Erscheinungsjahr: 2017

In Diskussionen um Flucht und Migration steht häufig die Frage im Mittelpunkt, wie viele Menschen sich grenzüberschreitend bewegen und insbesondere, wie viele von diesen Menschen nach Europa kommen oder kommen wollen. Der größte Teil der Migrationsbewegung findet jedoch auf regionaler Ebene und häufig sogar innerhalb bestehender Grenzen statt. Die vorliegende Untersuchung zur Flucht und Migration konzentriert sich daher auf die Gruppe von Menschen, die innerhalb von Landesgrenzen migrieren.
In der Demokratischen Republik sind kriegerische Auseinandersetzungen die Hautantriebskraft für Migration innerhalb der Landesgrenzen. Die ohnehin schon hohe Zahl der MigrantInnen ist seit Herbst 2016 nahezu unbemerkt von der Weltöffentlichkeit noch um rund 1,4 Mio. Menschen gewachsen, da in der zuvor weitgehenden friedlichen Kasai-Region Kämpfe ausgebrochen sind.
In Ghana verlassen Menschen den trockenen, ärmeren Norden, um in den Süden des Landes zu gehen und dort Arbeit zu suchen. Eine Hauptmotivation für Migration in Ghana ist seit mehr als 100 Jahren der Ausbau der Kakaoproduktion. Diese wurde von der Kolonialmacht England eingeführt und bildet bis heute einen wichtigen Wirtschaftszweig, der Hunderttausende Migran­tInnen angelockt hat, die ein dauerhaftes Auskommen suchen.

Auf diese beiden Aspekte, Flucht vor kriegerischen Auseinandersetzungen in der Demokratischen Republik Kongo und Migrationsbewegungen in den Kakaosektor Ghanas, konzentriert sich die vorliegende Studie. Die Untersuchung zeigt, wie unterschiedlich die Ausprägungen der Migration sein können - und wie unterschiedlich potentielle Lösungsansätze.

(Friedel Hütz-Adams, 28 Seiten)

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Alternative Geschäftsmodelle im Kakaosektor - Neue Wege aus der Armut

Art.-Nr.: 2017-35

Erscheinungsjahr: 2017

Die weit verbreitete Armut sowie zahlreiche Menschenrechtsverletzungen im Kakaoanbau sind ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Unternehmen der Kakao- und Schokoladenbranche derzeit nicht dazu in der Lage sind, der von den Vereinten Nationen geforderten Sorgfaltspflicht von Unternehmen nachzukommen. Ein großes Problem bei der Einführung einer nachhaltigen Kakaoproduktion stellen die enormen Preisschwankungen dar, die sich auf dem Kakaomarkt beobachten lassen. Da die meisten Kakaobäuerinnen und -bauern nicht organisiert sind und keine Verhandlungsmacht besitzen, sind sie nicht dazu in der Lage, innerhalb der Wertschöpfungskette Preise durchzusetzen, die existenzsichernde Einkommen garantieren. Notwendig sind daher Geschäftsmodelle, die menschenrechtliche und ökologische Aspekte berücksichtigen und so einen nachhaltigen Kakaoanbau ermöglichen. Die vorliegende Studie stellt innovative Marktmodelle für den Kakaosektor vor. Dabei werden die theoretischen Hintergründe von inklusiven Geschäftsmodellen, Vertragsanbau- und Versicherungssystemen sowie flexiblen Prämien dargelegt.

(Friedel Hütz-Adams u.a., 37 Seiten)

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PPP Existenzsichernde Löhne und Einkommen - Nachhaltigkeit erfordert Gerechtigkeit

Art.-Nr.: 2017-33

Erscheinungsjahr: 2017

Inhalt: Nachhaltigkeit & Gerechtigkeit, Existenzsichernde Einkommen: Ein Menschenrecht, Definition existenzsichernder Löhne & Einkommen, Beispiele existenzsichernder Löhne & Einkommen, Umsetzung & Handlungsemfpehlungen, Weiterführendes Material

(Friedel Hütz-Adams, 28 Seiten)

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Tagungsdokumentation Alternative Ansätze zur Einkommenssteigerung von Kakaobäuerinnen und -bauern

Art.-Nr.: 2017-29

Erscheinungsjahr: 2017

Die Tagung hatte zum Ziel, innovative Ansätze zur Steigerung der Einkommen von KakaobäuerInnen mit Mitgliedern aller Stufen der Wertschöpfungskette zu diskutieren, sie auf eine Anwendbarkeit für den Kakaosektor zu prüfen und eventuelle Schritte zur Umsetzung zu erörtern.

(Sven Bergau, 14 Seiten)

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PPP CCC Presentation workshop prix revenue decent Abidjan francais

Art.-Nr.: 2017-24

Year of publication: 2017

Powerpoint-Präsentation von Friedel Hütz-Adams (SÜDWIND) vor dem Conseil du Café-Cacao (CCC) im Rahmen des Forums "Plateforme de Partentariat Public-Privé de la Filière Café Cacao" vom 10. bis zum 11. Mai in Abidjan.

(Friedel Hütz Adams, 63 Pages)

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Alternative approaches to achieve a living income: A roadmap for flexible premiums

Art.-Nr.: 2017-23

Year of publication: 2017

This new paper published by SÜDWIND explains in more details how a Flexible Premium model could work. It provides chocolate and cocoa companies a concrete option to take their responsibility to protect the first producers in their supply chain from unwanted price volatility; to ensure the farmers receive a sufficient income; and to ensure the companies are compliant to their requirements of due diligence within the framework of the United Nations Guiding Principles on Businessand Human Rights (UNGPs).

(Friedel Hütz-Adams, 8 Pages)

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Interview: Dr. Christiane Hellar & Friedel Huetz Adams: "Es fehlt eine einheitliche Strategie um Verbesserungen durchzusetzen!"

Art.-Nr.: 2017-16

Erscheinungsjahr: 2017

Die Arbeits- und Einkommensbedingungen im Kakaoanbau sind trotz einer Vielzahl an Multistakeholder- und Collective-Action-Initiativen nach wie vor so schlecht, dass die Rohstoffsicherheit als ernsthaft gefährdet gelten muss. Das große Veränderungspotenzial hin zu mehr Nachhaltigkeit ist zwar groß, doch es bleibt weitgehend ungenutzt – und Verbesserungen für die Farmer gibt es kaum: Dieses Fazit ziehen die Autoren der Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik in der Studie „Kakao. Eine ethische Risikoanalyse“, dem gerade erschienenen zweiten Band der Reihe era-paper. Über die Hintergründe der Recherche, die Situation auf den Kakaofeldern und die Frage, ob man überhaupt noch reinen Gewissens Schokolade kaufen kann, haben wir mit der Projektverantwortlichen Dr. Christiane Hellar (Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik) und dem Branchenexperten Friedel Hütz- Adams (Südwind-Institut) gesprochen.

(5 Seiten)

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Fact Sheet: Green Economy und die Bedeutung existenzsichernder Löhne und Einkommen

Art.-Nr.: 2017-14

Erscheinungsjahr: 2017

Um die Weltwirtschaft ökologisch und sozial nachhaltig zu gestalten, muss diese grundlegend verändert werden. Ein Teil der notwendigen Transformation ist, dass Unternehmen in den Wertschöpfungsketten ihrer Produkte grundlegende Menschenrechte einhalten und durchsetzen: Ein großer Teil der Menschen, die unter anderem Produkte für unsere Märkte herstellen, können aufgrund der geringen Löhne und Einkommen aus selbstständiger Arbeit weder Mindestbedürfnisse etwa in den Bereichen Wohnen, Gesundheit und Bildung finanzieren, noch die eigenen Familien ernähren.

(Friedel Hütz-Adams, 4 Seiten)

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Renforcer la compétitivité de la production de cacao et augmenter le revenu des producteurs de cacao en Afrique de l’Ouest et en Afrique centrale

Art.-Nr.: 2017-07

Year of publication: 2017

Cette étude a été mandatée par le Ministère fédéral allemand de la Coopération économique et du Développement (BMZ) en étroite coopération avec les quatre pays producteurs de cacao d’Afrique de l’Ouest et d’Afrique centrale afin de mieux comprendre les immenses défis auxquels la production de cacao et l’existence des producteurs de cacao, surtout en Afrique de l’Ouest, sont confrontés. Elle vise à analyser la structure et les mécanismes de fixation des prix sur marché mondial du cacao ainsi que les politiques sectorielles des huit pays producteurs de cacao les plus importants (la Côte d'Ivoire, le Ghana, l’Indonésie, l’Équateur, le Nigéria, le Cameroun, le Brésil et le Pérou) afin d’identifier les mesures qui mènent à un renforcement de la durabilité de la production de cacao et à une augmentation des revenus des producteurs de cacao.

(Friedel Hütz-Adams and others 174 Pages)

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