Publikationen

Von der Mine bis zum Konsumenten. Die Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen

Art.-Nr.: 2012-41

Erscheinungsjahr: 2012

Die Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen reicht vom Abbau der Erze in Minen über die Verarbeitung der Metalle zu einzelnen Komponenten bis hin zur Fertigung der Endgeräte, deren Verkauf und deren Entsorgung. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Debatten darüber, dass es Missstände in der Produktion von Mobiltelefonen gibt. Bereits vor mehr als zehn Jahren wurden der Abbau und der Handel mit einem Metall namens Tantal, das in jedem Mobiltelefon zu fi nden ist, mit der Finanzierung des Krieges im Osten des Kongos in Verbindung gebracht. Einige Jahre später sorgten wiederholt Berichte über massive Missstände in den Produktionsstätten für Mobiltelefone für Schlagzeilen.

Die Hersteller der Mobiltelefone verweisen bei der Kritik auf komplexe Beschaffungsketten. Doch die lange Wertschöpfungskette entlässt die Unternehmen nicht aus der Verantwortung für ihre Zulieferer. Bei der Analyse zeigt sich, dass in den verschiedenen Produktionsstufen unterschiedliche Instanzen für die Behebung der Missstände mitverantwortlich sind. Letztendlich werden alle Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten müssen, um die Herstellungsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

(Friedel Hütz-Adams, 32 Seiten)

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Kongo, Krieg und unsere Handys

Art.-Nr.: 2012-20

Erscheinungsjahr: 2012

missio setzt sich im Rahmen der Aktion Schutzengel „Für Familien in Not. Weltweit.“ mit einer Unterschriftenaktion für saubere Handys dafür ein, dass führende Handyhersteller sicherstellen, dass ihre Handys kein Coltan aus Konfliktregionen der Demokratischen Republik Kongo verwenden, mit dem der Krieg finanziert wird. In diesem Hintergrundpapier wird die Bedeutung des Erzes Coltan bzw. Tantal beschrieben, der Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in diesem Land verdeutlicht und vor allem politische Rahmenbedingungen für sichere Herkunftsnachweise vorgestellt.

Ziel aller Aktionen darf keinesfalls der Boykott des Rohstoffes sein. Es geht um den kontrollierbar zu machenden Nachweis der Handyunternehmen, dass vom Verkauf von Coltan keine Milizen, Rebellengruppen etc. profitieren. Um dies zu erreichen, bedarf es einer engen Kooperation aller am Abbau, an der Zulieferung, der Verarbeitung und des Verkaufs beteiligten Akteure.

(Friedel Hütz-Adams, 8 Seiten)

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Der Rohstoff Coltan: Was hat mein Handy mit dem Krieg im Kongo zu tun?

Art.-Nr.: 2008-10

Erscheinungsjahr: 2008

Während in Deutschland in immer kürze-ren Abständen neue Mobiltelefone mit mehr Funktion und einem schickeren De-sign erwoben werden, suchen die Hersteller in anderen Teilen der Welt nach den Rohstoffen für diese Hightech-Produkte. Im Jahr 2001 sorgte die Suche für Schlagzeilen. Berichte der Vereinten Nati-onen und von Nichtregierungsorganisatio-nen wiesen darauf hin, dass der Krieg ihn der Demokratischen Republik Kongo unter anderem durch den Export des Erzes Coltan finanziert wurde. Dieses Coltan wiederum wird zu Tantal verarbeitet – und steckt in jedem Mobiltelefon.

Betrachtet man die Geschichte des Kongo, dann ist die rücksichtslose Aus-beutung von Rohstoffen nichts Neues für das Land. Seit die ersten Europäer die Region betraten, haben die Menschen wenig vom natürlichen Reichtum des Lan-des profitiert. Der 1996 begonnene Krieg, der rund 4 Millionen Menschen das Leben kostete und noch nicht endgültig beendet werden konnte, ist somit nur die letzte Stufe einer langen Entwicklung.

Der vorliegende Text greift in einem ers-ten Schritt die Hintergründe dieser Ge-schichte auf. Dem folgt in einem zweiten Schritt die Darlegung der Bedeutung des Tantals für die Finanzierung des Krieges seit 1996. Die Darstellung endet mit dem heutigen Stand der Dinge.

(Friedel Hütz-Adams u.a., 24 Seiten)

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