Schuh- und Lederproduktion

Wo kommen unsere Schuhe her? Wie werden sie produziert, und von wem? Aus welchen Materialien bestehen sie und unter welchen Arbeitsbedingungen werden sie hergestellt? Die Schuhbranche eignet sich besonders gut als Beispiel für zunehmend globalisierte Wertschöpfungsketten, die in höchstem Maße intransparent sind und häufig einhergehen mit Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen in den Produktionsländern. Einzelne Stationen in der Wertschöpfungskette von Schuhen sind gerade in den ersten Produktionsstufen extrem arbeitsintensiv. Einige Produktionsschritte werden nach wie vor nur in Handarbeit und häufig in Heimarbeit getätigt, was z.B. in westeuropäischen Ländern aufgrund des hohen Lohnniveaus und der Arbeitsstandards sehr kostenintensiv ist. SÜDWIND untersucht, wo es entlang der Wertschöpfungskette zu Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen in den Produktionsländern kommt und erarbeitet gemeinsam mit verschiedenen Akteuren Lösungsstrategien. 

Publikationen

Internationaler Schuhhandel, Fallbeispiel Heimarbeit in Indonesien, ILO-Übereinkommen und Empfehlungen

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Verstoß gegen OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen: SÜDWIND legt Beschwerde gegen Adidas ein

[Bonn, 13.03.2018]: Das SÜDWIND-Institut wirft Adidas vor, im Fall der gesetzwidrigen Entlassung von mehr als 300 ehemaligen Beschäftigten ihres indonesischen Zulieferers Panarub im Jahr 2012 seinen unternehmerischen Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen zu sein. Damit hat Adidas gegen die Leitsätze der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) für multinationale Unternehmen verstoßen. SÜDWIND, Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung, wird daher gegen den Adidas-Konzern eine Beschwerde bei der OECD einlegen.

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Audio/Video

Foto: Renate Hoyer
Forum Entwicklung: Klamotten - Hauptsache billig?

Fünf Jahre nach dem tödlichen Fabrikeinsturz in Bangladesch: Was hat sich in der Textilindustrie getan? Wie steht es um die Sicherheit und die Arbeitsbedingungen, wie um die Löhne der Menschen, die für KiK, C&A oder Tchibo fertigen? Darüber hat die Frankfurter Rundschau mit vier Gästen, darunter Dr. Sabine Ferenschild von SÜDWIND, im Forum Entwicklung geredet.

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Termine/Veranstaltungen

16. Juni 2018

Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK)

10:00-16:00 Uhr

 

28. April 2018

Köln

13:00

Informationsstand und Vorträge mit Anton Pieper und Eva-Maria Reinwald

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Aus unseren Netzwerken

"Die Grüne Lüge" - Nachhaltigkeitssiegel in der Kritik

Beim "Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen" wurde der Film "Die grüne Lüge" gezeigt, der jetzt auch in den Kinos läuft. Werner Boote (Regisseur: "Plastic Planet") und Kathrin Hartmann (Autorin: Ende der Märchenstunde, Aus kontrolliertem Raubbau) gehen in dem Film der Problematik des "Green Washing" nach, z. B. in der Palmölproduktion. So wird Palmöl als nachhaltig gekennzeichnet, obwohl für dessen Produktion artenreiche Wälder zerstört, der Klimawandel angeheizt und Menschen gewaltsam vertrieben werden. SÜDWIND-Vorstandsmitglied Katja Breyer diskutierte nach der Film mit dem Publikum die Probleme der Palmölproduktion und bekräftigte die Aussage des Films, dass es politische Regeln und deren Durchsetzung braucht, um Menschenrechte und Umweltschutz zu ermöglichen.

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Pressemitteilungen

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