Zertifizierungen und Sozialverpflichtung

Um globale Wertschöpfungsketten transparenter zu machen, wurde in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Einführung von privaten Standards gesetzt: Standardsetzende Organisationen wie Fairtrade, UTZ, GOTS etc. entwickeln Kriterien für eine nachhaltigere Produktion. Die Erfüllung dieser Kriterien wird in der Regel durch Audits kontrolliert, die von kommerziellen Auditfirmen durchgeführt werden. Teilweise werden die Produkte der auditierten Firmen dann mit einem Label verkauft. Nichtregierungsorganisationen, Politik und Unternehmen hofften, durch die Einführung von privaten Standards Missstände identifizieren und abstellen zu können. Zugleich dienten sie der Politik als Alternative zu gesetzlichen Maßnahmen für die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten.

Mittlerweile gibt es mehrere 100 Standards für verschiedenste Produkte, doch zugleich auch erhebliche Zweifel, ob deren Einführung tatsächlich ausreichend ist, um Missstände abzustellen. Südwind beschäftigt sich daher intensiv mit Chancen und Grenzen der Einführung von Standards.

Publikationen

On 26 June 2014 the UN Human Rights Commission approved a resolution to form a working group to elaborate a legally binding instrument to regulate the activities of transnational corporations and other companies with regard to compliance with human rights standards (‘Treaty Process’). The working group has met four times since then. In July 2018 the Ecuadorian chair submitted a first draft treaty (Zero Draft) which was debated at the fourth meeting of the UN working group in October 2018.
The states were invited to comment on this draft until end-February 2019. The present briefing paper discusses objections raised in political debates to the overall process or to contents of the Zero Draft and formulates proposed solutions.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Pressemitteilung: SÜDWIND begrüßt Vorstoß für verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten

Bonn, 11.02.2019: Laut Medienberichten hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen noch unveröffentlichten Gesetzesentwurf erarbeitet, der Unternehmen verpflichtet, Menschenrechte in ihren Wertschöpfungsketten zu achten. Das SÜDWIND-Institut begrüßt die Initiative und appelliert an die Bundesregierung, endlich verbindliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen zu beschließen.

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Termine/Veranstaltungen

29. Juni 2019

Bonn/Rhein-Sieg-Kreis (genauere Ortsangabe folgt)

10:00-16:00 Uhr

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Aus unseren Netzwerken

Offener Brief für mehr Transparenz bei Geldanlagen

Die EU verhandelt gerade zur Regulierung von nachhaltigen Geldanlagen. Ein unserer Meinung nach sehr wichtiger Aspekt ist die Reichweite der Offenlegungspflichten für Geldanlageangebote. Ein aktuell mögliches Ergebnis ist eine Beschränkung der Offenlegungspflichten nur auf nachhaltige Angebote. Anstatt alle Finanzakteure zu mehr Transparenz zu bewegen würden so Nachteile für nachhaltige Angebote entstehen. Daher unterzeichnet SÜDWIND einen Aufruf, der sich an Politiker wendet, die direkt an den Prozessen in der EU beteiligt und für die deutsche Haltung des EU-Rates zuständig sind. Das Ziel ist es, alle Akteure zu mehr Transparenz zu verpflichten.

 

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Pressemitteilungen

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