Zertifizierungen und Sozialverpflichtung

Um globale Wertschöpfungsketten transparenter zu machen, wurde in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Einführung von privaten Standards gesetzt: Standardsetzende Organisationen wie Fairtrade, UTZ, GOTS etc. entwickeln Kriterien für eine nachhaltigere Produktion. Die Erfüllung dieser Kriterien wird in der Regel durch Audits kontrolliert, die von kommerziellen Auditfirmen durchgeführt werden. Teilweise werden die Produkte der auditierten Firmen dann mit einem Label verkauft. Nichtregierungsorganisationen, Politik und Unternehmen hofften, durch die Einführung von privaten Standards Missstände identifizieren und abstellen zu können. Zugleich dienten sie der Politik als Alternative zu gesetzlichen Maßnahmen für die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten.

Mittlerweile gibt es mehrere 100 Standards für verschiedenste Produkte, doch zugleich auch erhebliche Zweifel, ob deren Einführung tatsächlich ausreichend ist, um Missstände abzustellen. Südwind beschäftigt sich daher intensiv mit Chancen und Grenzen der Einführung von Standards.

Publikationen

Wenn Handels- und Investitionsabkommen mit Menschenrechten in Konflikt geraten, ziehen Letztere meist den Kürzeren. Ein UN-Menschenrechtsabkommen zu transnationalen Konzernen und anderen Unternehmen (UN-Treaty) böte die Chance, den Vorrang von Menschenrechten im Völkerrecht festzuschreiben. Ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen hat dazu nun eine Bündniszeitung als taz-Beilage veröffentlicht.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Geplantes UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten: Vertragsentwurf ist gute Verhandlungsgrundlage

(Berlin/Aachen, 10. Oktober 2017) Vom 23. bis 27. Oktober findet im UN-Menschenrechtsrat in Genf die dritte Verhandlungsrunde zur Erarbeitung eines internationalen Abkommens („UNTreaty“) zur Haftung von Unternehmen bei Menschenrechtsverletzungen statt. Die Sitzungsleitung hat nun erstmals konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung des Vertrags vorgelegt. 15 deutsche Entwicklungs-, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen der „Treaty Alliance Deutschland“ begrüßen den Text als gute Verhandlungsgrundlage und fordern die Bundesregierung auf, sich konstruktiv an den anstehenden Verhandlungen zu beteiligen. In einem gemeinsamen Positionspapier legen die Organisationen zuvor ihre konkreten Vorschläge zur Ausgestaltung des Abkommens vor.

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Termine/Veranstaltungen

08. Dezember 2017

Düsseldorf

02. Dezember 2017

Münster

01.12.2017-02.12.2017

Friedel Hütz-Adams

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Aus unseren Netzwerken

Manifest der globalen Kampagne zu Public Private Partnerships

SÜDWIND hat ein Manifest zu Public Private Partnerships (PPP) unterschrieben, welches von 146 Organisationen aus 45 Ländern getragen wird.

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Pressemitteilungen

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