Zertifizierungen und Sozialverpflichtung

Um globale Wertschöpfungsketten transparenter zu machen, wurde in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Einführung von privaten Standards gesetzt: Standardsetzende Organisationen wie Fairtrade, UTZ, GOTS etc. entwickeln Kriterien für eine nachhaltigere Produktion. Die Erfüllung dieser Kriterien wird in der Regel durch Audits kontrolliert, die von kommerziellen Auditfirmen durchgeführt werden. Teilweise werden die Produkte der auditierten Firmen dann mit einem Label verkauft. Nichtregierungsorganisationen, Politik und Unternehmen hofften, durch die Einführung von privaten Standards Missstände identifizieren und abstellen zu können. Zugleich dienten sie der Politik als Alternative zu gesetzlichen Maßnahmen für die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten.

Mittlerweile gibt es mehrere 100 Standards für verschiedenste Produkte, doch zugleich auch erhebliche Zweifel, ob deren Einführung tatsächlich ausreichend ist, um Missstände abzustellen. Südwind beschäftigt sich daher intensiv mit Chancen und Grenzen der Einführung von Standards.

Publikationen

Kinderarbeit kann unsichtbar in jedem Kleidungsstück oder Handtuch aus indischer Baumwolle stecken, denn Indien gehört zu den wichtigsten Baumwollproduzenten und -exporteuren weltweit. Wer Textilien und Bekleidung ohne Kinderarbeit anbieten (oder konsumieren) will, muss deshalb auch der Frage nachgehen, unter welchen Bedingungen das Saatgut produziert wurde, aus dem dann später die Baumwollfaser gewonnen und verarbeitet wurde.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Fokus Nachhaltigkeit beim Tag der offenen Tür im BMZ – SÜDWIND stellt neue Studie zur Kinderarbeit auf indischen Baumwollsaatgutfeldern vor

Bonn, 22. Juni 2018 – „Flinke Finger“ werden den Kindern nachgesagt, die auf indischen Baumwollfeldern Saatgut produzieren. Zehntausende von ihnen dürften es sein. Ihre Arbeit steckt nahezu unsichtbar in jedem Kleidungsstück oder Handtuch aus indischer Baumwolle. Wer nun aber Textilien und Bekleidung ohne Kinderarbeit anbieten (oder konsumieren) will, muss deshalb auch der Frage nachgehen, unter welchen Bedingungen das Saatgut produziert wird, aus dem dann später die Baumwollfaser gewonnen und verarbeitet wird. Beim gemeinsamen Tag der offenen Tür der Villa Hammerschmidt und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 24. Juni 2018 wird SÜDWIND eine Studie vorstellen, in der die Bedingungen dargestellt werden, unter denen das Baumwollsaatgut in Indien produziert wird.

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Termine/Veranstaltungen

18. Oktober 2018

Berlin

Uhrzeit noch nicht bekannt

Veranstaltung des Netzwerks Wandelstiften

09. Juli 2018

Bonn

16:30-19:00

Panelgespräch mit Martina Schaub

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Aus unseren Netzwerken

VENRO-NRO-Report: Unbequeme Partner? Von Konfrontation bis Kooperation: Strategien von Nichtregierungsorganisationen gegenüber Unternehmen

Berlin, 16. Juni 2018 –Der NRO-Report von VENRO veranschaulicht durch eine Vielzahl an Praxiserfahrungen, in welchen Beziehungen NRO und Unternehmen in Sachen Entwicklungszusammenarbeit zueinander stehen. Diese reichen von konfrontativen Kampagnen über Dialoge in Multi-Stakeholder-Initiativen bis hin zu Kooperationen in gemeinsamen Projekten.

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Pressemitteilungen

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