Zertifizierungen und Sozialverpflichtung

Um globale Wertschöpfungsketten transparenter zu machen, wurde in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Einführung von privaten Standards gesetzt: Standardsetzende Organisationen wie Fairtrade, UTZ, GOTS etc. entwickeln Kriterien für eine nachhaltigere Produktion. Die Erfüllung dieser Kriterien wird in der Regel durch Audits kontrolliert, die von kommerziellen Auditfirmen durchgeführt werden. Teilweise werden die Produkte der auditierten Firmen dann mit einem Label verkauft. Nichtregierungsorganisationen, Politik und Unternehmen hofften, durch die Einführung von privaten Standards Missstände identifizieren und abstellen zu können. Zugleich dienten sie der Politik als Alternative zu gesetzlichen Maßnahmen für die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten.

Mittlerweile gibt es mehrere 100 Standards für verschiedenste Produkte, doch zugleich auch erhebliche Zweifel, ob deren Einführung tatsächlich ausreichend ist, um Missstände abzustellen. Südwind beschäftigt sich daher intensiv mit Chancen und Grenzen der Einführung von Standards.

Publikationen

Handels- und Investitionsschutzabkommen erleichtern Unternehmen den Zugang zu Märkten und Rohstoffen und schützen ihre Interessen mit einklagbaren Rechten. Für den Schutz der Menschenrechte bei weltweiten Unternehmenstätigkeiten gibt es dagegen nur freiwillige Leitprinzipien. Das muss sich ändern, denn Menschenrechte brauchen Verbindlichkeit! Die Weltgemeinschaft braucht ein UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten!

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Pressemitteilung: SÜDWIND begrüßt Vorstoß für verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten

Bonn, 11.02.2019: Laut Medienberichten hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen noch unveröffentlichten Gesetzesentwurf erarbeitet, der Unternehmen verpflichtet, Menschenrechte in ihren Wertschöpfungsketten zu achten. Das SÜDWIND-Institut begrüßt die Initiative und appelliert an die Bundesregierung, endlich verbindliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen zu beschließen.

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Termine/Veranstaltungen

29. Juni 2019

Bonn/Rhein-Sieg-Kreis (genauere Ortsangabe folgt)

10:00-16:00 Uhr

19. Juni 2019

Dortmund

19.06.-23.06.2019

Evangelischer Kirchentag mit SÜDWIND-Präsenz

02. Mai 2019

Frankfurt a.M.

19:30 Uhr

Vortrag von Anton Pieper

11. April 2019

Ratingen

16:00-19:00 Uhr

Workshop mit Anton Pieper

21. März 2019

Bonn

19:00 Uhr

Vortrag von Sabine Ferenschild

21. März 2019

Wuppertal

16:00-19:00 Uhr

Workshop mit Anton Pieper

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Aus unseren Netzwerken

Pressemitteilung: Kampagne für Saubere Kleidung unterstützt Arbeitnehmergruppen bei der Forderung nach einer vollständigen Entschädigung im indonesischen Arbeitskonflikt

Wuppertal, 11. Februar 2019: Vor mehr als sechs Jahren wurden 1.300 ArbeiterInnen eines indonesischen Zulieferers, der als Teil der Panarub-Gruppe für die Sportartikelmarken Adidas und Mizuno produzierte, nach der Beteiligung an einem Streik entlassen. Nach jahrelanger Kampagnenarbeit für eine vollständige Entschädigung, unterstützt u.a. von der Clean Clothes Campaign (Kampagne für Saubere Kleidung – CCC), sah sich die ehemalige Gewerkschaft des Betriebs Ende des Jahres 2018 gezwungen, einer Entschädigungszahlung von 5 Mio. Rupien (300 Euro) pro Person durch die Panarub-Gruppe zuzustimmen. Die CCC kritisiert, dass diese deutlich niedriger liegt als das, was die Entlassenen benötigen und was ihnen zusteht. Sie erwartet, dass Adidas und Mizuno sicherstellen, dass die Beschäftigten die ihnen zustehende Entschädigung in vollem Umfang erhalten.

 

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Pressemitteilungen

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