Nachhaltige Beschaffung

Ob Schuhe, Kleidung, Flachwäsche, Lebensmittel oder Computer – Städte, Kommunen und private Großverbraucher (z.B. kirchliche Einrichtungen, Hotels, …) benötigen zahlreiche Konsumgüter. Bundesweit werden jährlich allein von der öffentlichen Hand weit über 300 Mrd. Euro ausgegeben, um solche Güter zu erwerben. Viele dieser Konsumgüter werden jedoch unter Missachtung grundlegender Arbeitsrechte und ökologischer Standards hergestellt. Dabei verfügen die Einkäufer*innen dieser Güter eigentlich über die Möglichkeit, Einfluss auf den Markt auszuüben und das Angebot von Waren, die unter faireren und nachhaltigeren Produktionsbedingungen hergestellt wurden, zu stärken. Städte, Kommunen und private Großverbraucher können also durch ihre Beschaffungspraxis bei der Verbesserung globaler Lebens- und Arbeitsbedingungen eine Vorreiterrolle übernehmen. Doch wie funktioniert eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Beschaffung? Wie kann die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards überprüft werden?

Diese Fragen erörtert SÜDWIND seit einigen Jahren in verschiedenen Projekten gemeinsam mit Expert*innen der öffentlichen und kirchlichen Beschaffung. Seit 2017 berät SÜDWIND einzelne Kommunen und Städte bei der erfolgreichen Umsetzung öko-sozialer Beschaffungsverfahren im Produktbereich Arbeits- und Sicherheitsschuhe. Seit 2020 engagiert sich SÜDWIND in der Unterstützung von privaten Großverbrauchern bei der Beschaffung von Flachwäsche aus bio-fairer Baumwolle.

Darüber hinaus ist SÜDWIND im Fachbeirat von „Zukunft Einkaufen“ vertreten, einer Beratungs- und Netzwerkstelle, die vor allem Kirchengemeinden und kirchliche Institutionen dabei unterstützt, Energie und Ressourcen zu sparen und auf Beschaffung nach ökologischen und sozialen Kriterien umzustellen.

Publikationen

Musterpräsentation zur nachhaltigen Beschaffung von Arbeitsschuhen zur gleichnamigen Studie

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Pressemitteilung: Covid-19-Studie zeigt dramatische Lage indischer Schuh- und Lederarbeiter*innen

[Bonn/Berlin, 12. Januar 2021] Extreme Einkommensverluste, fristlose Kündigungen, Verschuldung, kaum soziale Sicherungssysteme – im Zuge der Covid-19-Pandemie ist die Sicherung der Lebensgrundlage der Arbeiter*innen der indischen Schuh- und Lederproduktion noch stärker gefährdet als zuvor. Das belegt die Studie „Wenn aus zu wenig fast nichts wird“, die SÜDWIND und INKOTA heute veröffentlichen. Die Arbeiter*innen haben als schwächstes Glied der globalen Lieferkette nahezu keine Möglichkeit, ihre Rechte einzuklagen. Viele Jahre lang hat die deutsche Schuhindustrie von Missständen in Produktionsländern wie Indien profitiert. Die herausgebenden Organisationen fordern die deutsche Schuhindustrie deshalb dazu auf, ihrer menschenrechtlichen Verantwortung endlich gerecht zu werden.



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Audio/Video

Die Kirchen und der Wäschemarkt

Textilien aus kirchenlichen Krankenhäusern werden häufig in Großwäschwereien in Osteuropa gewaschen. Kirchliche Einrichtungen wollen das ändern.

Eine Sendung mit Interview von Dr. Sabine Ferenschild.

 

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Termine/Veranstaltungen

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Aus unseren Netzwerken

Nachhaltiger Textileinkauf: Bundesregierung verfehlt ihr eigenes Ziel

In einem Bündnis aus zwölf Nichtregierungsorganisationen kritisieren wir, dass die Bundesregierung keine verbindlichen Schritte geht, um die Textilbeschaffung der Bundesverwaltung fair und nachhaltig zu gestalten.

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