Publikationen

Women Working in the Shadows: The informal economy and export processing zones

Art.-Nr.: 2010-22

Year of publication: 2010

Large areas of women’s work in the world economy takes place in a shadowy realm not covered by labour market statistics, media headlines and research projects. Information on socially vulnerable sectors of the economy in which women’s work is performed is scanty. The amount of employment which is largely beyond the pale of protective measures of the state has increased dramatically over the last few decades. Such forms of employment, also referred to as informal, atypical, unprotected or precarious, are also sharply on the rise in the industrialised countries as well.

Almost two-thirds of paid employees in the world work in the informal economy today. These usually include street vendors, small producers, domestic employees and home workers in the South, and casual employees, temporary workers, part-time and non-permanent employees and frequently micro-entrepreneurs in the North. Two-thirds of them are considered poor in the world. The majority of employees in the informal economy are women. There is also a dearth of data on the working conditions of the primarily female employees working in export promotion zones worldwide. There is scarcely any public awareness of the fact that workers’ and women’s rights are being systematically violated in many of these tax and customs enclaves in more than a hundred countries.

This publication provides basic information on the informal economy and export processing zones, exploring their development in the context of globalisation and the prevailing gender order. It offers proposals for action to be taken by church and women’s groups, trade unions and youth organisations taking the example of campaigns relating to the global textiles and clothing industry, in which women’s work in the informal economy and in export processing zones is very widespread.

(Ingeborg Wick, 60 Pages)

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Das Ende des WTO-Welttextilabkommens und seine Auswirkungen auf Deutschland / die EU

Art.-Nr.: 2010-16

Erscheinungsjahr: 2010

Das Ende des Welttextilabkommens eröffnete ein neues Kapitel im Umstrukturierungsprozess, den die internationale Textil- und Bekleidungsindustrie in den letzten vier Jahrzehnten erfahren hat. Die weltweiten Verlagerungen aus Industrie- in Entwicklungs- und Transformationsländer seit den 1960er Jahren waren von Quotenregelungen im internationalen Textil- und Bekleidungshandel begleitet, die die Märkte in den Industrieländern geschützt und wettbewerbsstarke Exportländer wie China gebremst, jedoch schwache Anbieter wie Kambodscha stabilisiert haben.

Die weltweiten Auslagerungen der Textil- und Bekleidungsindustrie geschahen um den Preis einer weitgehenden Außerkraftsetzung von Arbeits- und Sozialrechten der Beschäftigten, da ein Schwerpunkt dieser Industrie in sog. Freien Exportzonen und in der informellen Wirtschaft des globalen Südens angesiedelt wurde. Arbeitsrechtsverletzungen in dieser Industrie wurden zu einer Normalität im Arbeitsalltag der Mehrheit der Beschäftigten, wie eine Vielzahl von Untersuchungen und Publikationen der letzten zwei Jahrzehnte dokumentieren.

(Ingeborg Wick, 23 Seiten)

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Labour and women’s rights in the discount business. Aldi’s special bargains from China

Art.-Nr.: 2009-20

Year of publication: 2009

In September 2008, on behalf of the SÜDWIND Institute for Economics and Ecumenism, a survey of about 80 workers was carried out in six factories in the Pearl River Delta in China. These factories are suppliers of electronics, household appliances, cosmetics and textiles to Aldi.
On the basis of the respective ILO conventions and Chinese labour laws, the workers were asked questions about the following range of topics: forced labour, wages, discrimination in the workplace, employment of juveniles and minors, freedom of association and the right to collective bargaining, working hours as well as health and safety standards.

(Ingeborg Wick, 18 Pages)

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Soziale Folgen des liberalisierten Weltmarkts für Textil und Bekleidung

Art.-Nr.: 2009-15

Erscheinungsjahr: 2009

Der Strukturwandel der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie war in den letzten Jahrzehnten durch massive Produktionsverlagerungen gekennzeichnet, in deren Verlauf Millionen Arbeitsplätze in den Industrieländern abgebaut und in Entwicklungsländern geschaffen worden sind. Mit dem Ende des Quotensystems im Jahr 2004 wurde die Liberalisierung des Welttextil- und Bekleidungsmarkts eingeleitet. Die Frage nach einer wirksamen Interessenvertretung der überwiegend weiblichen Beschäftigten stellt sich damit in neuer Schärfe. Denn durch die GATT- und WTO-Politik der Marktöffnung, die an keine soziale Regulierung gekoppelt ist, sowie durch ihre Steuerung globaler Wertschöpfungsketten können multinationale Importunternehmen dieser Branche ihre Marktanteile heute durch Kostensenkung und Verdrängung von Konkurrenten vergrößern.

In einem liberalisierten Markt werden die Beschäftigten an unterschiedlichen Standorten noch leichter gegeneinander ausgespielt und eine gemeinsame Interessenvertretung erschwert. Nutznießerinnen sind dabei weniger die Arbeitsplatzgewinnerinnen, deren Fabrikalltag – wie die vorliegende Studie am Beispiel Chinas zeigt – von zahlreichen Arbeits- und Frauenrechtsverletzungen geprägt ist, sondern vor allem die multinationalen Unternehmen, die an keine globale Sozialverpflichtung gebunden sind.

(Ingeborg Wick, 52 Seiten)

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Frauenarbeit im Schatten. Informelle Wirtschaft und Freie Exportzonen

Art.-Nr.: 2009-05

Erscheinungsjahr: 2009

Weite Bereiche von Frauenarbeit in der Weltwirtschaft stehen im Schatten von Arbeitsmarktstatistiken, Medienschlagzeilen und Forschungsprojekten. Informationen über die sozial ungeschützten Sektoren der Wirtschaft, in denen die Frauenarbeit überwiegt, sind rar. In den letzten Jahrzehnten ist weltweit die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse, die sich staatlichen Schutzmaßnahmen weitgehend entziehen, dramatisch gestiegen. Die informelle, oft auch atypisch, ungeschützt oder prekär genannte Beschäftigung ist in den Entwicklungsländern ein Massenphänomen, nimmt aber auch in den Industrieländern deutlich zu. Fast zwei Drittel der Erwerbstätigen dieser Welt arbeiten heute in der informellen Wirtschaft.

Im Süden zählen zu ihnen meist StraßenhändlerInnen, KleinproduzentInnen, Hausangestellte und HeimarbeiterInnen, im Norden geringfügig Beschäftigte, Zeitarbeiterinnen, Teilzeit- und befristet Beschäftigte sowie häufig auch MikrounternehmerInnen. Weltweit gelten zwei Drittel von ihnen als arm. Die Mehrheit der Beschäftigten in der informellen Wirtschaft sind Frauen. Auch sind Daten über die Arbeitsbedingungen der überwiegend weiblichen Beschäftigten in den weltweiten Freien Exportzonen Mangelware. Im öffentlichen Bewusstsein ist kaum bekannt, dass in zahlreichen dieser Steuer- und Zollenklaven in über hundert Ländern Arbeits- und Frauenrechte systematisch verletzt werden.

Die vorliegende Publikation liefert Grundinformationen über die informelle Wirtschaft und Freie Exportzonen und stellt deren Entwicklung in den Kontext der Globalisierung und der herrschenden Geschlechterordnung. Sie bietet Handlungsvorschläge für Kirchen- und Frauengruppen, Gewerkschaften und Jugendorganisationen am Beispiel von Kampagnen zur weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie, in der die Frauenarbeit in der informellen Wirtschaft und in Freien Exportzonen sehr verbreitet ist.  

(Ingeborg Wick, 60 Seiten)

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Anzahl Preis
ab 1 Stück 5.00
ab 10 Stück 3.00

Arbeits- und Frauenrechte im Discountgeschäft. Aldi-Aktionswaren aus China

Art.-Nr.: 2009-04

Erscheinungsjahr: 2009

Seit vielen Jahren locken Lebensmitteldiscounter KundInnen durch sensationell billige Aktionswaren in ihre Filialen. In einigen Branchen wie dem Handel mit PCs und Textilien gelang es Discountern wie Aldi, Lidl und KiK, bedeutende Marktanteile zu erobern und Konkurrenten zu verdrängen. Aktionswaren sind zu einem Schlüsselelement im Wettbewerb des Einzelhandels geworden – mit dem Prinzip »Kostensenkung um jeden Preis«.

Einen hohen Preis zahlen jedoch diejenigen, die für Discounter arbeiten: die Beschäftigten in Filialen und Zulieferbetrieben, in der großen Mehrheit Frauen. Dies zeigen Blicke hinter die Kulissen von Aldi, Lidl, Schlecker und anderen Unternehmen, die 2008 in Medienberichten veröffentlicht worden sind: Mitarbeiterinnen in hiesigen Filialen wurden durch Kameras heimlich überwacht, ja wie im Fall von Aldi Nord wurde ihre Interessenvertretung sogar durch Bestechungszahlungen manipuliert.

Auch für die Beschäftigten in den weltweiten Zulieferbetrieben von Discountern in China, Indonesien oder Bangladesch ist der Arbeitsalltag weder recht noch billig: Arbeitsrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Die Beschäftigten von Aldi-Zulieferern in China, die Elektronik- und Haushaltswaren, Kosmetika und Textilien für den größten deutschen Discounter herstellen, können von ihren Löhnen nur sehr mangelhaft leben, wie die vorliegende Publikation zeigt. Bis heute sind die Reaktionen von Discountern wie Aldi und Lidl auf Veröffentlichungen und Kampagnen zu ihrer globalen Beschaffungspraxis leider unzureichend.

SÜDWIND hofft, mit der vorliegenden Publikation auch branchenübergreifende KonsumentInnen- Kampagnen zu stärken und dadurch den Druck auf Discounter und auf die Politik in Richtung einer globalen Sozialverpflichtung von Unternehmen zu erhöhen. Neben einem Untersuchungsbericht aus China enthält diese Publikation ein Unternehmensportrait zu Aldi, Analysen der Entwicklungen im Einzelhandel und in der Debatte über die globale soziale Rechenschaftspflicht von Unternehmen sowie Handlungsmöglichkeiten für interessierte Organisationen und Einzelpersonen.  

(Ingeborg Wick, 60 Seiten)

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Anzahl Preis
ab 1 Stück 5.00
ab 10 Stück 3.00

All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferern in China und Indonesien

Art.-Nr.: 2007-02

Erscheinungsjahr: 2007

Jede/r zweite KundIn in Deutschland kauft Kleidung bei Discountern – oft in Kombination mit teureren Produkten des Fachhandels und der Markenhersteller. Um noch mehr VerbraucherInnen anzulocken, werben Discountunternehmen zunehmend auch mit höherwertigen Waren – auch diese zu extrem niedrigen Preisen. In den letzten Jahren sind textilfremde Anbieter wie der größte deutsche Discounter Aldi in die Spitzenpositionen des hiesigen Textileinzelhandels aufgerückt. Von den mehr als vier Fünftel der Bevölkerung, die in den Filialen von Aldi Nord und Aldi Süd einkaufen, bilden die Besserverdienenden die größte Einzelgruppe. Ob arm oder reich, ein großer Teil von ihnen sucht nach Textilschnäppchen. Doch was den KundInnen nur recht ist, ist den NäherInnen bei der Herstellung der Textilien alles andere als billig. Wie die Fallstudien aus China und Indonesien in dieser Publikation zeigen, werden insbesondere bei chinesischen Zulieferern von Aldi grundlegende Arbeitsrechte in einem bisher ungeahnten Ausmaß verletzt.

Das SÜDWIND Institut will mit dieser Broschüre hiesige VerbraucherInnen und GewerkschafterInnen über die sozialen Folgen der globalen textilen Beschaffung von Aldi aufklären und einen Anstoß für die Protestaktionen gegen diese Praxis geben. Als Hintergrundinformationen bietet diese Publikation ein ausführliches Portrait des Textileinzelhändlers und Discounters Aldi sowie eine Analyse des internationalen Textil- und Bekleidungshandels nach dem Ende des WTO-Welttextilabkommens und des Strukturwandels im Lebensmitteleinzelhandel. Eine Reihe von Handlungsvorschlägen richtet sich sowohl direkt an Aldi als auch an politische EntscheidungsträgerInnen.  

(Ingeborg Wick, 96 Seiten)

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