Publikationen

Das Ende des WTO-Welttextilabkommens und seine Auswirkungen auf Deutschland / die EU

Art.-Nr.: 2010-16

Erscheinungsjahr: 2010

Das Ende des Welttextilabkommens eröffnete ein neues Kapitel im Umstrukturierungsprozess, den die internationale Textil- und Bekleidungsindustrie in den letzten vier Jahrzehnten erfahren hat. Die weltweiten Verlagerungen aus Industrie- in Entwicklungs- und Transformationsländer seit den 1960er Jahren waren von Quotenregelungen im internationalen Textil- und Bekleidungshandel begleitet, die die Märkte in den Industrieländern geschützt und wettbewerbsstarke Exportländer wie China gebremst, jedoch schwache Anbieter wie Kambodscha stabilisiert haben.

Die weltweiten Auslagerungen der Textil- und Bekleidungsindustrie geschahen um den Preis einer weitgehenden Außerkraftsetzung von Arbeits- und Sozialrechten der Beschäftigten, da ein Schwerpunkt dieser Industrie in sog. Freien Exportzonen und in der informellen Wirtschaft des globalen Südens angesiedelt wurde. Arbeitsrechtsverletzungen in dieser Industrie wurden zu einer Normalität im Arbeitsalltag der Mehrheit der Beschäftigten, wie eine Vielzahl von Untersuchungen und Publikationen der letzten zwei Jahrzehnte dokumentieren.

(Ingeborg Wick, 23 Seiten)

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Labour and women’s rights in the discount business. Aldi’s special bargains from China

Art.-Nr.: 2009-20

Year of publication: 2009

In September 2008, on behalf of the SÜDWIND Institute for Economics and Ecumenism, a survey of about 80 workers was carried out in six factories in the Pearl River Delta in China. These factories are suppliers of electronics, household appliances, cosmetics and textiles to Aldi.
On the basis of the respective ILO conventions and Chinese labour laws, the workers were asked questions about the following range of topics: forced labour, wages, discrimination in the workplace, employment of juveniles and minors, freedom of association and the right to collective bargaining, working hours as well as health and safety standards.

(Ingeborg Wick, 18 Pages)

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Soziale Folgen des liberalisierten Weltmarkts für Textil und Bekleidung

Art.-Nr.: 2009-15

Erscheinungsjahr: 2009

Der Strukturwandel der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie war in den letzten Jahrzehnten durch massive Produktionsverlagerungen gekennzeichnet, in deren Verlauf Millionen Arbeitsplätze in den Industrieländern abgebaut und in Entwicklungsländern geschaffen worden sind. Mit dem Ende des Quotensystems im Jahr 2004 wurde die Liberalisierung des Welttextil- und Bekleidungsmarkts eingeleitet. Die Frage nach einer wirksamen Interessenvertretung der überwiegend weiblichen Beschäftigten stellt sich damit in neuer Schärfe. Denn durch die GATT- und WTO-Politik der Marktöffnung, die an keine soziale Regulierung gekoppelt ist, sowie durch ihre Steuerung globaler Wertschöpfungsketten können multinationale Importunternehmen dieser Branche ihre Marktanteile heute durch Kostensenkung und Verdrängung von Konkurrenten vergrößern.

In einem liberalisierten Markt werden die Beschäftigten an unterschiedlichen Standorten noch leichter gegeneinander ausgespielt und eine gemeinsame Interessenvertretung erschwert. Nutznießerinnen sind dabei weniger die Arbeitsplatzgewinnerinnen, deren Fabrikalltag – wie die vorliegende Studie am Beispiel Chinas zeigt – von zahlreichen Arbeits- und Frauenrechtsverletzungen geprägt ist, sondern vor allem die multinationalen Unternehmen, die an keine globale Sozialverpflichtung gebunden sind.

(Ingeborg Wick, 52 Seiten)

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Frauenarbeit im Schatten. Informelle Wirtschaft und Freie Exportzonen

Art.-Nr.: 2009-05

Erscheinungsjahr: 2009

Weite Bereiche von Frauenarbeit in der Weltwirtschaft stehen im Schatten von Arbeitsmarktstatistiken, Medienschlagzeilen und Forschungsprojekten. Informationen über die sozial ungeschützten Sektoren der Wirtschaft, in denen die Frauenarbeit überwiegt, sind rar. In den letzten Jahrzehnten ist weltweit die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse, die sich staatlichen Schutzmaßnahmen weitgehend entziehen, dramatisch gestiegen. Die informelle, oft auch atypisch, ungeschützt oder prekär genannte Beschäftigung ist in den Entwicklungsländern ein Massenphänomen, nimmt aber auch in den Industrieländern deutlich zu. Fast zwei Drittel der Erwerbstätigen dieser Welt arbeiten heute in der informellen Wirtschaft.

Im Süden zählen zu ihnen meist StraßenhändlerInnen, KleinproduzentInnen, Hausangestellte und HeimarbeiterInnen, im Norden geringfügig Beschäftigte, Zeitarbeiterinnen, Teilzeit- und befristet Beschäftigte sowie häufig auch MikrounternehmerInnen. Weltweit gelten zwei Drittel von ihnen als arm. Die Mehrheit der Beschäftigten in der informellen Wirtschaft sind Frauen. Auch sind Daten über die Arbeitsbedingungen der überwiegend weiblichen Beschäftigten in den weltweiten Freien Exportzonen Mangelware. Im öffentlichen Bewusstsein ist kaum bekannt, dass in zahlreichen dieser Steuer- und Zollenklaven in über hundert Ländern Arbeits- und Frauenrechte systematisch verletzt werden.

Die vorliegende Publikation liefert Grundinformationen über die informelle Wirtschaft und Freie Exportzonen und stellt deren Entwicklung in den Kontext der Globalisierung und der herrschenden Geschlechterordnung. Sie bietet Handlungsvorschläge für Kirchen- und Frauengruppen, Gewerkschaften und Jugendorganisationen am Beispiel von Kampagnen zur weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie, in der die Frauenarbeit in der informellen Wirtschaft und in Freien Exportzonen sehr verbreitet ist.  

(Ingeborg Wick, 60 Seiten)

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Arbeits- und Frauenrechte im Discountgeschäft. Aldi-Aktionswaren aus China

Art.-Nr.: 2009-04

Erscheinungsjahr: 2009

Seit vielen Jahren locken Lebensmitteldiscounter KundInnen durch sensationell billige Aktionswaren in ihre Filialen. In einigen Branchen wie dem Handel mit PCs und Textilien gelang es Discountern wie Aldi, Lidl und KiK, bedeutende Marktanteile zu erobern und Konkurrenten zu verdrängen. Aktionswaren sind zu einem Schlüsselelement im Wettbewerb des Einzelhandels geworden – mit dem Prinzip »Kostensenkung um jeden Preis«.

Einen hohen Preis zahlen jedoch diejenigen, die für Discounter arbeiten: die Beschäftigten in Filialen und Zulieferbetrieben, in der großen Mehrheit Frauen. Dies zeigen Blicke hinter die Kulissen von Aldi, Lidl, Schlecker und anderen Unternehmen, die 2008 in Medienberichten veröffentlicht worden sind: Mitarbeiterinnen in hiesigen Filialen wurden durch Kameras heimlich überwacht, ja wie im Fall von Aldi Nord wurde ihre Interessenvertretung sogar durch Bestechungszahlungen manipuliert.

Auch für die Beschäftigten in den weltweiten Zulieferbetrieben von Discountern in China, Indonesien oder Bangladesch ist der Arbeitsalltag weder recht noch billig: Arbeitsrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Die Beschäftigten von Aldi-Zulieferern in China, die Elektronik- und Haushaltswaren, Kosmetika und Textilien für den größten deutschen Discounter herstellen, können von ihren Löhnen nur sehr mangelhaft leben, wie die vorliegende Publikation zeigt. Bis heute sind die Reaktionen von Discountern wie Aldi und Lidl auf Veröffentlichungen und Kampagnen zu ihrer globalen Beschaffungspraxis leider unzureichend.

SÜDWIND hofft, mit der vorliegenden Publikation auch branchenübergreifende KonsumentInnen- Kampagnen zu stärken und dadurch den Druck auf Discounter und auf die Politik in Richtung einer globalen Sozialverpflichtung von Unternehmen zu erhöhen. Neben einem Untersuchungsbericht aus China enthält diese Publikation ein Unternehmensportrait zu Aldi, Analysen der Entwicklungen im Einzelhandel und in der Debatte über die globale soziale Rechenschaftspflicht von Unternehmen sowie Handlungsmöglichkeiten für interessierte Organisationen und Einzelpersonen.  

(Ingeborg Wick, 60 Seiten)

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Sozial-ökologische Mode auf dem Prüfstand. Überblick und Analyse

Art.-Nr.: 2009-03

Erscheinungsjahr: 2009

Alternative Modeanbieter sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Sie sind eine Reaktion auf die weit verbreiteten unhaltbaren Arbeitsbedingungen und Umweltzerstörungen in globalen textilen Ketten multinationaler Unternehmen. Doch wie verhält es sich mit dem alternativen Anspruch, den die neuen Modeanbieter generell vertreten, wenn er im Einzelnen unter die Lupe genommen wird? Wie schneiden die einzelnen sozialen und ökologischen Elemente im Kern ihrer Programmatik ab, wenn sie mit den mittlerweile etablierten internationalen Standards verglichen werden?

Das SÜDWIND-Institut hat eine Unternehmensbefragung durchgeführt und gibt die Ergebnisse und eine Bewertung in der vorliegenden Publikation wieder. SÜDWIND will damit VerbraucherInnen aufklären und sie dazu anspornen, über ihr Einkaufsverhalten und ihre Schritte gegenüber politischen EntscheidungsträgerInnen der globalen Sozialverpflichtung von Unternehmen näher zu kommen.

(Dominic Kloos u.a., 77 Seiten)

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Sozial-ökologische Mode auf dem Prüfstand. Eine Kurzübersicht

Art.-Nr.: 2009-02

Erscheinungsjahr: 2009

Alternative Modeanbieter sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Sie sind eine Reaktion auf die weit verbreiteten unhaltbaren Arbeitsbedingungen und Umweltzerstörungen in globalen textilen Ketten multinationaler Unternehmen. Doch wie verhält es sich mit dem alternativen Anspruch, den die neuen Modeanbieter generell vertreten, wenn er im Einzelnen unter die Lupe genommen wird? Wie schneiden die einzelnen sozialen und ökologischen Elemente im Kern ihrer Programmatik ab, wenn sie mit den mittlerweile etablierten internationalen Standards verglichen werden?

Das SÜDWIND-Institut hat eine Unternehmensbefragung durchgeführt und gibt die Ergebnisse und eine Bewertung in der vorliegenden Publikation in Kurzform wider. SÜDWIND will damit VerbraucherInnen aufklären und sie dazu anspornen, über ihr Einkaufsverhalten und ihre Schritte gegenüber politischen EntscheidungsträgerInnen der globalen Sozialverpflichtung von Unternehmen näher zu kommen.  

(Dominic Kloos, 11 Seiten)

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Aldi‘s clothing bargains – discount buys discounting standards? Working conditions in Aldi‘s suppliers in China and Indonesia

Art.-Nr.: 2007-12

Year of publication: 2007

One consumer in two in Germany buys clothing from discounters, often alongside their purchases of more expensive products from specialist shops and brand-name producers. To attract even more customers, discounters are also increasingly selling high value goods, also at extremely low prices. In recent years, retailers new to the textile and clothing (T&C) trade such as Germany’s largest discounter, ALDI, have taken over the top positions in domestic T&C retailing. Among the more than 80% of the population that shop in branches of ALDI North and ALDI South, higherearners are the largest single group. Rich or poor, most of them are looking for clothes bargains. Yet what is a good deal for the customer is anything but a fair deal for the sewing workers involved in the manufacture of these goods. As the case studies from China and Indonesia in this brochure demonstrate, fundamental labour laws, in the case of ALDI’s Chinese suppliers, are being violated as never before.

The SÜDWIND Institute wishes to use this brochure to raise the awareness of consumers and trade unions in Germany of the social implications of ALDI’s global textile sourcing and to provide impulses for protest campaigns against this practice. This brochure also provides background information, in the form of a detailed portrait of the T&C retailer and discounter ALDI as well as an analysis of developments in the international trade in textiles and clothing since the phase-out of the WTO’s Agreement on Textiles and Clothing and the structural transformation in grocery retailing. It also gives ideas for a range of campaigning strategies, which can be addressed not only to ALDI itself, but also to political decision-makers.  

(Ingeborg Wick, 96 Pages)

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All die Textilschnäppchen – nur recht und billig? Arbeitsbedingungen bei Aldi-Zulieferern in China und Indonesien

Art.-Nr.: 2007-02

Erscheinungsjahr: 2007

Jede/r zweite KundIn in Deutschland kauft Kleidung bei Discountern – oft in Kombination mit teureren Produkten des Fachhandels und der Markenhersteller. Um noch mehr VerbraucherInnen anzulocken, werben Discountunternehmen zunehmend auch mit höherwertigen Waren – auch diese zu extrem niedrigen Preisen. In den letzten Jahren sind textilfremde Anbieter wie der größte deutsche Discounter Aldi in die Spitzenpositionen des hiesigen Textileinzelhandels aufgerückt. Von den mehr als vier Fünftel der Bevölkerung, die in den Filialen von Aldi Nord und Aldi Süd einkaufen, bilden die Besserverdienenden die größte Einzelgruppe. Ob arm oder reich, ein großer Teil von ihnen sucht nach Textilschnäppchen. Doch was den KundInnen nur recht ist, ist den NäherInnen bei der Herstellung der Textilien alles andere als billig. Wie die Fallstudien aus China und Indonesien in dieser Publikation zeigen, werden insbesondere bei chinesischen Zulieferern von Aldi grundlegende Arbeitsrechte in einem bisher ungeahnten Ausmaß verletzt.

Das SÜDWIND Institut will mit dieser Broschüre hiesige VerbraucherInnen und GewerkschafterInnen über die sozialen Folgen der globalen textilen Beschaffung von Aldi aufklären und einen Anstoß für die Protestaktionen gegen diese Praxis geben. Als Hintergrundinformationen bietet diese Publikation ein ausführliches Portrait des Textileinzelhändlers und Discounters Aldi sowie eine Analyse des internationalen Textil- und Bekleidungshandels nach dem Ende des WTO-Welttextilabkommens und des Strukturwandels im Lebensmitteleinzelhandel. Eine Reihe von Handlungsvorschlägen richtet sich sowohl direkt an Aldi als auch an politische EntscheidungsträgerInnen.  

(Ingeborg Wick, 96 Seiten)

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Werbegag oder Hebel für Beschäftigte? Ein Leitfaden für internationale Kodizes der Arbeitspraxis

Art.-Nr.: 2006-02

Erscheinungsjahr: 2006

Seit der ersten Veröffentlichung der vorliegenden Broschüre in der englischen Fassung „Workers‘ tool or PR ploy?“ im März 2001 hat die internationale Debatte über Verhaltenskodizes weiter an Dynamik gewonnen. Diese Debatte spiegelt eine weltweit wachsende Bewegung wider, die den sozialen Auswirkungen der Globalisierung kritisch gegenüber steht. Nach Aussage der IAO-Weltkommission zur Sozialen Dimension der Globalisierung, deren Schlussfolgerungen Anfang 2004 veröffentlicht wurden, hat die Globalisierung für eine überwältigende Mehrheit der Frauen und Männer weder menschenwürdige Arbeit noch ihren Kindern eine bessere Zukunft gebracht.

Seit den frühen 90er Jahren sind eine ganze Reihe neuer Instrumente zur Verbesserung der Arbeitnehmerrechte geschaffen worden, u.a. Verhaltenskodizes, internationale Rahmenvereinbarungen und Weltbetriebsräte. Sie wurden von Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen als Ergänzung, nicht als Alternative zu staatlichen Regelungen geschaffen. Aber zunehmend häufi ger favorisieren sowohl Unternehmen wie Regierungen das Konzept freiwilliger „sozialer Verantwortung der Unternehmen“ als Alternative zu bindenden Arbeitsgesetzen. Es bedarf jedoch sowohl öffentlicher wie privater Regelungen, die in der Praxis sorgfältig aufeinander abgestimmt werden sollten, um eine weitere soziale Polarisierung zu vermeiden.

Diese Broschüre beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit fünf herausragenden Initiativen zur Verifizierung der Kodizes. Obwohl sie sich in vielfältiger Form voneinander unterscheiden, haben sie sich in den letzten Monaten tendenziell angenähert. Gemeinsamkeiten werden gegenwärtig zur besseren Koordinierung und Kooperation zwischen den einzelnen Initiativen im Rahmen einer „Joint Initiative on Corporate Accountability and Workers’ Rights“ (JOIN, der „Gemeinsamen Initiative zu Unternehmensverantwortung und Arbeitnehmerrechten“) sondiert, einschließlich der „Clean Clothes Campaign“ (Kampagne für Saubere Kleidung). Es bedarf jedoch einer weiteren Abstimmung in den Bemühungen um Verhaltenskodizes, will man die Möglichkeiten dieses Instrumentes zugunsten der ArbeitnehmerInnen voll ausschöpfen.

(Ingeborg Wick, 112 Seiten)

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