Publikationen

60 Jahre IWF und Weltbank – Gründung, Ziele, Macht und Reformbedarf

Art.-Nr.: 2004-09

Erscheinungsjahr: 2004

Soll der Handel der Reduzierung der Armut dienen, dann müssen die Vorgaben von IWF und Weltbank in diesem Bereich fundamental geändert werden. Der Zwang zur Öffnung von Grenzen und zum Ausbau der Exporte allein reichen nicht aus, um die Armut zu reduzieren. Eine gezielte Reduzierung der Armut erfordert Freiraum für die verschuldeten Staaten, eigene Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Zudem ist es fatal, arme Staaten zum Abbau von Handelsbarrieren zu zwingen, während die reichen Staaten ihre Grenzen weiterhin geschlossen halten.

(Friedel Hütz-Adams, 24 Seiten)

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Globales Spiel um Knopf und Kragen. Das Ende des Welttextilabkommens verschärft soziale Spaltungen

Art.-Nr.: 2004-07

Erscheinungsjahr: 2004

Ende 2004 läuft das Welttextilabkommen der Welthandelsorganisation (WTO) aus. Ab 2005 werden die Mengenbeschränkungen (Quoten) wegfallen, die den internationalen Textil- und Bekleidungshandel in den letzten Jahrzehnten geprägt haben. Textil- und Bekleidungsexporte aus den Ländern der Dritten Welt und Osteuropas in die Industrieländer werden dann keinen mengenmäßigen Begrenzungen mehr unterliegen.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist ein Paradebeispiel für die Widersprüchlichkeiten und die Entwicklungssackgasse, zu denen der Prozess neoliberaler Globalisierung führt: Entgegen der Freihandelslogik setzten hier die Industrieländer ihre protektionistischen Interessen durch. Das »Beschäftigungswunder« in der Dritten Welt wurde mit ungeschützter Arbeit erkauft. Der hohe Frauenanteil unter den Beschäftigten hat kaum deren gesellschaftliche Stellung verbessert.

Die Liberalisierung des Welttextil- und Bekleidungsmarkts wird von einschneidenden Strukturveränderungen begleitet. Dramatische Folgen treffen zahlreiche Produktionsländer und Industrien sowie Millionen von Beschäftigten. Schien lange Zeit die Quotenregelung des Welttextil- und Bekleidungshandels ausschließlich ein Instrument zum Schutz der Industrien in den Industrieländern zu sein, kommen heute jedoch auch jene Entwicklungsländer in den Blick, denen diese Regulierung den Aufbau einer eigenen Industrie ermöglicht hat. Wer wird in dem Wegfall der Quoten eher Gefahren als Chancen sehen? Worin bestehen sie im einzelnen? Mit welchen Strategien können die Interessen der Beschäftigten in der weltweiten Bekleidungsindustrie unterstützt werden?

Diese Broschüre untersucht die Entwicklung des Textil- und Bekleidungshandels in den letzten Jahrzehnten im Rahmen von GATT und WTO und stellt einzelne Länderbeispiele und Handlungsoptionen vor. Die beiden Herausgeber sehen in dieser Broschüre einen Beitrag zur Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung, die sich seit Jahren für Sozialstandards in der globalen Bekleidungsindustrie einsetzt.

(Dr. Sabine Ferenschild, Ingeborg Wick, 68 Seiten)

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Global game for Cuffs and Collars. The phase-out of the WTO Agreement on Textiles and Clothing aggravates social divisions

Art.-Nr.: 2004-06

Year of publication: 2004

At the end of 2004, the Agreement on Textiles and Clothing of the World Trade Organisation (WTO) will be phased out. As from the beginning of 2005, the quota regime, which has characterised the world trade in textiles and clothing in recent decades, will disappear. Textile and clothing exports of developing and Eastern European countries to industrialised countries will then no longer be subject to quantitative restrictions.

The textile and clothing industry is a perfect example of the contradictions and the development impasse inherent in the process of neo-liberal globalisation: Contrary to the logic of free trade, the industrialised countries have used it to enforce their protectionist interests. The “job miracle” in the third world was accompanied by precarious working conditions. Women, who constitute a high percentage of the workers in this industry, have largely been unable to improve their social status.

The liberalisation of the world market of textiles and clothing will be accompanied by sharp structural transformations. It will have a dramatic impact on numerous production countries and industries as well as on millions of workers. Whereas it appeared for a long time as if the quota regulation of the global trade in textiles and clothing has only protected the industries in developed countries, it has become increasingly obvious that it also allowed some developing countries to build up their own industries. Who, then, will consider the phase-out of the Agreement on Textiles and Clothing to be a risk rather than an opportunity? What are those risks and opportunities if you look at them closely? Which strategies should be developed to support the interests of the workers in the worldwide clothing industry?

This publication analyses the development of the textile and clothing trade in the framework of GATT and the WTO. It presents a series of country case studies as well as proposals for action. The two publishers consider this brochure to be a contribution to the work of the Clean Clothes Campaign which for many years has struggled to improve social standards in the international clothing industry.

(Dr. Sabine Ferenschild, Ingeborg Wick, 68 Pages)

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Nadelstiche von VerbraucherInnen: Modemultis in Bewegung. Die Entwicklung von Verhaltenskodizes seit 1992

Art.-Nr.: 2003-02

Erscheinungsjahr: 2003

In den letzten Jahren haben immer mehr VerbraucherInnen gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen in den weltweiten Kleider- und Sportschuhfabriken protestiert. Berichte über Hungerlöhne, Gewerkschaftsunterdrückung und sexuelle Belästigung haben sie dazu bewogen, sich an Unterschriftensammlungen, Straßenaktionen und Veranstaltungen zu beteiligen. Sie arbeiten in Netzwerken wie der »Kampagne für Saubere Kleidung« mit, die in Deutschland und weiteren elf europäischen Ländern aktiv ist.

Diese Kampagne steht in engem Austausch mit Organisationen in den Produktionsländern von Bekleidung und Sportschuhen in Asien, Mittelamerika, Afrika und Osteuropa. Zunehmend fragen VerbraucherInnen nach den konkreten Auswirkungen von Protestaktionen. Haben sich Arbeitsbedingungen für NäherInnen verbessert? Hat sich das Verhalten von Modemultis verändert, die ihre Waren überwiegend aus Fabriken der Dritten Welt und aus Osteuropa beziehen? Wo gibt es sozialverträglich hergestellte Sportschuhe zu kaufen?

Die vorliegende Broschüre gibt Antworten auf einen Teil dieser Fragen: Sie zeigt auf, wie exponierte Bekleidungsunternehmen seit 1992 als Reaktion auf Proteste von VerbraucherInnen Sozialstandards für ihre weltweiten Zulieferfabriken aufgestellt und weiterentwickelt haben. Sie untersucht die Entwicklung der Kontrollsysteme zur Einhaltung dieser Standards, der Transparenz und des Stellenwerts dieser Politik im Rahmen der gesamten Unternehmenstätigkeit. Die bisherigen Reaktionen auf Proteste von KonsumentInnen sind erste Erfolge, die jedoch ausgebaut werden müssen. Zwar sind in Einzelfällen Arbeitsrechtsverletzungen in Weltmarktfabriken abgestellt worden, doch fehlen hierfür bis heute dauerhafte, verbindliche Regelungen. Eine Kaufempfehlung für den Massenkonsum »sauberer« Kleidung wird also noch auf sich warten lassen müssen.

(Ingeborg Wick u.a., 28 Seiten)

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Wer bestimmt den Kurs der Globalisierung? Die Rolle der Weltorganisationen

Art.-Nr.: 2003-01

Erscheinungsjahr: 2003

Der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und die Welthandelsorganisation sind für viele Menschen in Deutschland lediglich anonyme multilaterale Institutionen, deren Namen sie hin und wieder in den Nachrichten hören. Doch so unscheinbar diese Organisationen auch wirken: Sie legen weit den Rahmen für die weltweiten Wirtschaftsbeziehungen fest. Vor allem die Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern haben mehr und mehr den Eindruck, dass ihre Regierungen nur noch einen geringen Einfluss auf die eigene Wirtschaftsschafts- und Finanzpolitik haben und dass die wichtigen Entscheidungen von anderen gefällt werden. Hier setzt die SÜDWIND-Edition Strukturelle Gewalt in den Nord-Süd-Beziehungen an. Im vorliegenden ersten Band wird einführend definiert, was „strukturelle Gewalt“ bedeutet.

(Friedel Hütz-Adams u.a., 89 Seiten)

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