Publikationen

Ghana: Vom bitteren Kakao zur süßen Schokolade. Der lange Weg von der Hand in den Mund

Art.-Nr.: 2011-04

Erscheinungsjahr: 2011

Ghana ist der zweitgrößte Produzent von Kakaobohnen weltweit und für die gute Qualität seiner Ernte bekannt. Da bis zu einer Million Kleinbauern Kakao anbaut haben die Entwicklungen auf dem Kakaomarkt eine große Bedeutung für die ländliche Bevölkerung Ghanas. Für die ghanaische Regierung ist der Kakaoexport zudem eine wichtige Quelle von Deviseneinnahmen und Steuern.

Doch die Kakaobauern litten in den vergangenen Jahrzehnten unter stark schwankenden Weltmarktpreisen, politischen Krisen, von Schädlingen dezimierten Ernten, verheerenden Feuer etc. Erst in den letzten Jahren ging es wieder aufwärts im Kakaosektor. Es gibt jedoch weiterhin große soziale Probleme in den Anbaugebieten, viele Bauern leben unter der Armutsgrenze und Kinderarbeit ist weit verbreitet. Die ghanaische Regierung möchte die Situation der Bauern verbessern. Eine wichtige Rolle dabei spielt das COCOBOD, eine staatliche Einrichtung, die den gesamten heimischen Kakaomarkt kontrolliert. Diese Kontrolle beschränkt sich allerdings auf den heimischen Markt des Rohstoffes Kakao. Auf den Weltmarkt hat Ghana keinen Einfl uss.

Daher kommt Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen in den Importländern von Kakao, darunter Deutschland, eine Schlüsselrolle beim Versuch zu, Missstände in Ghanas Kakaosektor zu beenden. Auch die Bundesregierung muss aktiv werden: Freiwillige Ansätze von Unternehmen müssen durch eine Gesetzgebung ergänzt werden, die Mindeststandards vorschreibt und einklagbar macht.

(Friedel Hütz-Adams, 64 Seiten)

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Menschenrechte im Anbau von Kakao. Eine Bestandsaufnahme der Initiativen der Kakao- und Schokoladenindustrie

Art.-Nr.: 2010-13

Erscheinungsjahr: 2010

Die vorliegende Studie von Friedel Hütz‐Adams untersucht die Menschenrechtslage im Kakaosektor und dabei insbesondere das Problem der Kinderarbeit. Deutlich zeigt sich die enge Verknüpfung der Armut der Kaffeebauern mit dem Einsatz der Arbeit von Kindern.

Friedel Hütz‐Adams legt in seiner Studie den Schwerpunkt auf die Vielzahl freiwilliger Initiativen und Projekte der Privatwirtschaft, da ein Internationales Kakaoabkommen in seinen bisherigen Überarbeitungen nur geringe Bekenntnisse zu sozialen, ökologischen und Menschenrechtsstandards enthielt und daher bisher keine große Rolle für die Menschenrechtsdebatte besitzt. Der Autor zeigt jedoch, dass auch die freiwilligen Initiativen nur von beschränkter praktischer Relevanz für den Menschenrechtsschutz sind. Ausführlich diskutiert er dabei das Harkin‐Engel‐Protokoll, das für den Kakao‐ und Schokola‐densektor weltweit von großer Bedeutung ist.

(Friedel Hütz-Adams, 96 Seiten)

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Die dunklen Seiten der Schokolade: Große Preisschwankungen, schlechte Arbeitsbedingungen der Kleinbauern. Langfassung

Art.-Nr.: 2009-10

Erscheinungsjahr: 2009

Die sozialen und ökologischen Probleme bei der Produktion von Kakao haben in der Vergangenheit wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Im Mittelpunkt standen dabei Berichte über Kinderarbeit in den westafrikanischen Produktionsländern, von wo 70 % des Kakaos kommt. Doch dies ist nur ein Symptom der bestehenden Probleme: Stark schwankende und meist sehr niedrige Preise üben Druck auf die Kakaoanbauer aus, der zur Kinderarbeit führt. Die Situation in den untersuchten Lieferländern Ghana, Elfenbeinküste, Indonesien und Ecuador belegt dies.

Wirklich helfen wird den Bauern auf Dauer nur, wenn sie höhere, langfristig stabile Preise für ihre Ware erhalten. Einige Kakaoverarbeiter und der Schokoladenhersteller wollen fairere Handelswege aufbauen. Andere Teile der Branche sehen in der Steigerung der Erntemengen den Ausgangspunkt für eine Verbesserung der Situation der Bauern. Durch die besondere Struktur des Marktes droht jedoch durch die Steigerung der Erntemengen ein Preisverfall, der die Situation der Bauern noch verschärfen würde.

Neben den Unternehmen ist der Gesetzgeber mit verantwortlich: Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, in ihrer Lieferantenkette die Einhaltung internationaler Gesetze und Standards durchzusetzen. Zudem müsste der gesetzliche Rahmen des Verbraucherinformationsgesetzes verbessert werden, damit Verbraucherinnen und Verbraucher Auskunft über die Herkunft der von ihnen erworbenen Waren verlangen können. Dies würde deutsche Unternehmen verpflichten, Transparenz in der Lieferkette zu schaffen.  

(Friedel Hütz-Adams, 53 Seiten)

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Die dunklen Seiten der Schokolade. Große Preisschwankungen – schlechte Arbeitsbedingungen der Kleinbauern. Kurzfassung

Art.-Nr.: 2009-09

Erscheinungsjahr: 2009

Die sozialen und ökologischen Probleme bei der Produktion von Kakao haben in der Vergangenheit wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Im Mittelpunkt standen dabei Berichte über Kinderarbeit in den westafrikanischen Produktionsländern, von wo 70 % des Kakaos kommt. Doch dies ist nur ein Symptom der bestehenden Probleme: Stark schwankende und meist sehr niedrige Preise üben Druck auf die Kakaoanbauer aus, der zur Kinderarbeit führt. Die Situation in den untersuchten Lieferländern Ghana, Elfenbeinküste, Indonesien und Ecuador belegt dies.

Wirklich helfen wird den Bauern auf Dauer nur, wenn sie höhere, langfristig stabile Preise für ihre Ware erhalten. Einige Kakaoverarbeiter und der Schokoladenhersteller wollen fairere Handelswege aufbauen. Andere Teile der Branche sehen in der Steigerung der Erntemengen den Ausgangspunkt für eine Verbesserung der Situation der Bauern. Durch die besondere Struktur des Marktes droht jedoch durch die Steigerung der Erntemengen ein Preisverfall, der die Situation der Bauern noch verschärfen würde.

Neben den Unternehmen ist der Gesetzgeber mit verantwortlich: Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, in ihrer Lieferantenkette die Einhaltung internationaler Gesetze und Standards durchzusetzen. Zudem müsste der gesetzliche Rahmen des Verbraucherinformationsgesetzes verbessert werden, damit Verbraucherinnen und Verbraucher Auskunft über die Herkunft der von ihnen erworbenen Waren verlangen können. Dies würde deutsche Unternehmen verpflichten, Transparenz in der Lieferkette zu schaffen.  

(Friedel Hütz-Adams, 8 Seiten)

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