Publikationen

Jenseits von Mikrokrediten. Geldanlagen und Entwicklungsförderung

Art.-Nr.: 2014-20

Erscheinungsjahr: 2014

Projekte in Entwicklungsländern werden bisher in hohem Maße über die öffentliche Entwicklungshilfe, über Kredite von Entwicklungsbanken wie der Weltbank oder über Direktinvestitionen von Konzernen finanziert. Neben diesen traditionellen Geldflüssen entstanden in den letzten Jahren Formen der Entwicklungsfinanzierung, die die bisherigen Grenzen zwischen philanthropischer Hilfe und gewinnorientierter Investition verwischen, weil sie sowohl nachhaltige Entwicklungsförderung als auch Kapitalanlage sind.

Die drei in dieser Studie vorgestellten Formen dieser Finanzierungsmöglichkeiten sind Mikrofinanzen, Beteiligungsfonds („Impact Investments“) sowie „Green Bonds“ und „Social Bonds“. Mit rund 38 Mrd. US-Dollar tragen diese Anlagemodelle bisher nur in verschwindend geringem Maße zur Entwicklungsfinanzierung bei. Die Steigerungsraten der letzten Jahre zeigen aber ein rasantes Wachstum auf, denn institutionelle Investoren suchen nach neuen Möglichkeiten, ihr Kapital unter Berücksichtigung ihrer finanztechnischen Regeln nachhaltig zu investieren.

Die vorliegende Studie liefert einen Überblick dieser neuen Anlageformen, indem sie deren AkteurInnen benennt, ihre Funktions- und Wirkungsweise erklärt und einen Ausblick auf ihre zukünftige Entwicklung wagt. Dies ermöglicht es sowohl entwicklungspolitisch engagierten Investoren als auch entwicklungspolitisch interessierten und engagierten Menschen, diese neuen Instrumente kennenzulernen und einzuschätzen.

(Antje Schneeweiß, 36 Seiten)

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Best-in-Class – Good Enough? The Contribution of Best-in-Class Ratings to Sustainable Business

Art.-Nr.: 2014-02

Year of publication: 2014

With the Best-In-Class approach, attempts are made to find out which company within a sector acts the most sustainably. The information gathered by this approach increasingly influences investment decisions. In Europe in 2011, EUR 283 billion were invested in accordance with this approach and this amount is likely to increase (Eurosif 2012).

This approach enables sustainability-oriented investors to spread their capital variously among all industrial sectors, including problematic sectors such as the mining or the oil sector, by always choosing the most sustainable company in those sectors. It is argued that the listing of the Best-In- Class would lead to a competition for good sustainability performances between the companies. As a consequence, the stock company would have the incentive to perform more sustainably and to improve continuously. It is not known if the Best-In-Class ratings have had this effect de facto, as it has scarcely been investigated.

Therefore, this study attempts to detect actual indications of the impact of the Best-In-Class approach.

(Antje Schneeweiß, 48 Pages)

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Klassenziel erreicht? Der Beitrag von „Best-in-Class“-Ratings zur Einhaltung von Menschenrechten im Verantwortungsbereich von Unternehmen

Art.-Nr.: 2014-01

Erscheinungsjahr: 2014

Nachhaltige Investoren legen ihr Geld in Unternehmen an, die im Vergleich zu anderen ihrer Branchen nachhaltig arbeiten. Dieser „Best-in-Class“-Ansatz soll einen Wettbewerb unter den Unternehmen erzeugen, der dazu führt, dass alle Unternehmen auf die Dauer nachhaltiger wirtschaften. Die vorliegende Studie untersucht diesen Ansatz. In ausführlichen Interviews mit Nachhaltigkeitsratingagenturen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen werden die Ziele der Agenturen und die Reaktion der Unternehmen auf die Anliegen der nachhaltigen Investoren herausgearbeitet. Das Ergebnis ist eine überraschend ehrliche und sicher zunächst vorläufige Antwort auf die Frage, wann Unternehmen ihr Verhalten ändern und wann nicht.

(Antje Schneeweiß, 48 Seiten)

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Fact Sheet: Flächenkonkurrenz – das Beispiel Agrarinvestitionen

Art.-Nr.: 2013-23

Erscheinungsjahr: 2013

In den vergangenen Jahren hat sich weltweit die Debatte über die Nutzung von Land zugespitzt. Dabei steht häufig das Problem des sogenannten Landgrabbing im Mittelpunkt: Ausländische Konzerne kaufen in Entwicklungsländern große Flächen auf, um dort Produkte für den Export anzubauen. Es wird aber oft übersehen, dass bereits viele Flächen in Entwicklungsländern dafür genutzt werden, Produkte für Industrieländer anzubauen.

(Antje Schneeweiß, 4 Seiten)

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Nicht zu verkaufen! Agrarland in Entwicklungs- und Schwellenländern als neues Anlageprodukt.

Art.-Nr.: 2013-17

Erscheinungsjahr: 2013

Das Thema Landnahme und Flächenkonkurrenz betrifft zunehmend auch PrivatanlegerInnen und Bankkunden, für die häufi g unklar ist, welcher Anbieter von Anlageangeboten welche Verbindung zu Landkonflikten in Entwicklungs- und Schwellenländern hat. Die Broschüre soll für die grundlegende Problematik großflächiger Investitionen in den Agrarsektor in Entwicklungs- und Schwellenländern sensibilisieren und durch einige Beispiele soziale und ökologische Risiken analysieren, die mit solchen Investitionen einhergehen.

Anhand konkreter Anlage-Angebote werden die Risiken, auch für deutsche SparerInnen, an Landnahmen mit zu verdienen, deutlich gemacht. Gezeigt wird auch, dass nicht jede Investition in den Landwirtschaftsbereich in Entwicklungs- und Schwellenländern eine schädliche Wirkung für die lokale Bevölkerung hat, sondern der Bedarf an Investitionen durchaus vorhanden ist. Es werden anhand einiger Beispiele wichtige Faktoren herausgearbeite, die eine nachhaltige und für kleinbäuerliche Betriebe gewinnbringende Landwirtschaft ermöglichen. Alternative Anlagemöglichkeiten werden als Beispiele vorgestellt.

(Antje Schneeweiß, 28 Seiten)

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Arbeitsrechtsverstöße in Indonesien. Was können Investoren tun?

Art.-Nr.: 2012-39

Erscheinungsjahr: 2012

"Wenn es viele Aufträge gibt, arbeiten wir 72 Stunden in der Woche“, hieß es 1999 in dem Bericht eines Arbeiters in einer Zulieferfabrik von Nike und Adidas in Indonesien. Als die indonesischen Organisationen TURC/LIPS im Auftrag von SÜDWIND 13 Jahre später erneut ArbeiterInnen derselben Fabrik nach ihrer Arbeitssituation befragte, machten sie vergleichbare Aussagen. Viele zum Teil erzwungene Überstunden, kaum erreichbare Zielvorgaben und Hungerlöhne prägen noch immer den Alltag von Hundertausenden von TextilarbeiterInnen in Indonesien, auch in jenen Zulieferbetrieben, die für Premiummarken wie Adidas und Nike fertigen.

Damals wie heute stehen die Aussagen der ArbeiterInnen in direktem Gegensatz zu denen der Unternehmen, die z.B. angeben, dass in ihren Zulieferfabriken nicht mehr als 60 Stunden pro Woche gearbeitet wird. Nachdem jahrzehntelang Konsumentenproteste diese Situation angeprangert haben, stellen sich nun auch Investoren die Frage, wie sie diese Unternehmen dazu drängen können, menschenwürdige Arbeitsbedingungen in ihrer Zulieferkette umzusetzen. Die Studie zeichnet ein aktuelles Bild der Situation der TextilarbeiterInnen und entwickelt Ansatzpunkte, wie Aktionäre dazu beitragen können, die Situation wirksam zu verbessern.

(Antje Schneeweiß, 48 Seiten)

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Spekulation im Schatten. Nachhaltigkeit und Investitionen in Rohstoffe

Art.-Nr.: 2011-28

Erscheinungsjahr: 2011

Finanzberater empfehlen ihren Kunden, in Rohstoffe zu investieren. Derartige Investitionen könnten einen Ausgleich bei Aktienkursverlusten bieten, stellten einen Inflationsschutz dar und hätten das Potential, hohe Gewinne zu erwirtschaften, lautet die Begründung. Nachhaltige Anleger stellen sich die Frage, ob derartige Investitionen mit ihren Kriterien vereinbar sind.

Diese Studie zeigt in diesem Kontext Möglichkeiten und Grenzen auf. Rohstoffunternehmen sind oft mitverantwortlich für menschenrechtswidrige Vertreibungen, gefährliche Arbeitsbedingungen, Umweltzerstörung und Korruption. Aktienengagements in Rohstoffunternehmen, die in Nachhaltigkeitsratings schlecht abschneiden, bergen deshalb große Nachhaltigkeitsrisiken, die letztendlich zu finanziellen Risiken werden können.

Unternehmen, die in Branchenanalysen gut abschneiden, haben hingegen Umwelt- und Sozialprogramme installiert und nehmen internationale Vereinbarung zur Verbesserung der Situation in rohstoffreichen Ländern ernst. Aber auch sie sehen sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, Menschenrechte zu missachten.

Rohstoffinvestitionen an Warenterminbörsen bringen das Problem mit sich, dass Nachhaltigkeitskriterien nicht für diese Vermögensklasse geschrieben wurden. Der Kauf eines Futures an einer Warenterminbörse ist nicht vergleichbar mit dem Kauf einer Aktie, mit der sich der Anleger am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligen will. Zudem wird der Anleger die Rohstoffe, auf deren Preise er wettet, niemals physisch besitzen. Nachhaltige Anleger müssen entscheiden, ob ihre Kriterien zu „Glücksspiel“ und „Menschenrechtsverletzungen“ einem solchen Engagement entgegenstehen.

Hinzu kommt, dass in vielen Studien die nachteilige Wirkung institutioneller Anleger auf das Geschehen an Warenterminbörsen diskutiert wird sowie namhafte Institutionen und Wissenschaftler davor warnen, dass der große Zustrom von Kapital an diese Börsen sie in ihrer eigentlichen Funktion behindern und zu einem Preisauftrieb führen. Dieser Preisanstieg wiederum hat zur Konsequenz, dass in Entwicklungsländern mehr Menschen Hunger leiden. Wie sollen sich nachhaltige Investoren angesichts steigender Inflation, geringer Rendite auf sichere Staatsanleihen und der noch kontrovers geführten Debatte um Nahrungsmittelpreissteigerungen verhalten?

Diese Studie versucht eine Antwort zu geben, die sowohl die finanziellen als auch die ethischen Aspekte dieser Frage berücksichtigt.

(Antje Schneeweiß, 64 Seiten)

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Finanzierung nachhaltiger Entwicklung. Ein Überblick über die Situation nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland

Art.-Nr.: 2011-10

Erscheinungsjahr: 2011

Das Interesse an nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland ist hoch und steigt weiter. Gleichzeitig gibt es einen enormen Finanzbedarf für ökologische Projekte wie den Ausbau der Stromleitungsnetze für erneuerbare Energien oder die energetische Sanierung von Altbauten. Wie kann der anhaltende Trend zu ethischen Kapitalanlagen als Hebel zur Finanzierung des ökologischen Umbaus genutzt werden? Welche steuer- und ordnungspolitischen Weichenstellungen sind dafür nötig? Wie weit können private Altersvorsorgesysteme oder Versicherungsrücklagen als Kapitalquelle für grüne Investitionen dienen? Lässt sich das Erfolgsmodell des Erneuerbare-Energien- Gesetzes im Stromsektor auch auf andere Bereiche übertragen?

Diese Überlegungen führten zum Auftrag für die vorliegende Studie, die zunächst einen Überblick über nachhaltige Geldanlagen gibt, anschließend spezifische Hindernisse für «green finance» in Deutschland herausarbeitet und schließlich politische Handlungsempfehlungen auf verschiedenen Feldern des Banken- und Anlagegeschäfts formuliert.

Antje Schneeweiß, (36 Seiten)

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Closing the Information Gap

Art.-Nr.: 2008-06

Year of publication: 2008

Socially responsible investing (SRI) has been very successful over the last decade in many countries. In German speaking countries SRI started at the beginning of the nineties with very modest growth rates and turned into a recognised part of the financial industry with double digit growth rates from 2002 onwards.

While the SRI financial industry is busy to make a profitable business and to cope with its enormous growth rates. SÜDWIND persists in asking: “What social and ecological changes does SRI bring about?” As an institute working on development issues, we concentrate this question on the wellbeing of disadvantaged people in developing and emerging countries. Here we ask: “What beneficial effects does SRI have for these people?”

(Antje Schneeweiß, 26 Pages)

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Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für ein Aktives Aktionärstum in Deutschland. Eine Machbarkeitsstudie

Art.-Nr.: 2008-01

Erscheinungsjahr: 2008

Engagement-Aktivitäten und aktives Aktionärstum haben in Deutschland keine Tradition. Ebenso wenig gibt es eine wirkliche Aktienkultur. Deutsche Investoren und Aktienbesitzer verstehen sich oftmals mehr als Mitspieler in einem großen Glücksspiel als als Miteigentümer mit einer unternehmerischen Verantwortung. Hier besteht großer Handlungsbedarf.

Die vorliegende Machbarkeitsstudie hat aufgezeigt, dass es unter den nachhaltig orientierten institutionellen Investoren aber bereits eine andere Haltung gibt – nämlich die Verantwortung als Investor wahrzunehmen und die Ansprüche an eine verantwortungsvollere Wirtschaftweise direkt an die Unternehmen zu adressieren, in die sie investiert sind. In dieser Absicht waren sich die meisten der befragten Finanzverantwortlichen einig, nur im einzuschlagenden Weg unterschieden sich die Geister.  

(Antje Schneeweiß u.a., 60 Seiten)

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