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Nachhaltiges Palmöl, Kakao & Co. - Wo stehen wir bei der Glaubwürdigkeit von Siegeln – und wo soll es hingehen?

Die Nachfrage nach Gütern wie Palmöl und Kakao ist immer noch einer der stärksten Treiber für die Entwaldung in den Tropen und heizt damit maßgeblich den Klimawandel und das Artensterben an. Durch die jahrzehntelange Nachfrage wurden die Anbauflächen immens ausgedehnt und dabei Millionen von Hektar Regenwald zerstört. Die Plantagen haben einem Teil der Bevölkerung zu mehr Einkommen verholfen und wirtschaftliche Entwicklung gefördert. Allzu oft gehen jedoch schwerste Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen mit den riesigen Monokulturen einher. Es wird deutlich, dass Industrienationen aus dem Westen in der Verantwortung sind, einzulenken – für den Regenwaldschutz und die Herstellung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen. Aber wie? Nachhaltigkeitszertifizierungen, die einen Anbau unter Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechten sicherstellen sollen, sind bei der Gestaltung verantwortungsvoller, entwaldungsfreier Lieferketten zu einem wichtigen Werkzeug für Unternehmen geworden. Mithilfe dieser können Produzent:innen auf dem Weg zum nachhaltigen, menschenrechtskonformen Anbau unterstützt und begleitet werden. Auch öffentliche Beschaffer:innen verlassen sich auf Zertifizierungen als Nachweismethode, deren Verwendung im Vergaberecht fest verankert ist.

Viele der Siegel weisen jedoch Fragen bezüglich ihrer Wirksamkeit auf. Berichte von NGOs und Reporter:innen zu Verstößen legen punktuelle aber teils auch systematische Verstöße und Unzulänglichkeiten der Siegel nahe. Gleichzeitig sind Forschungsarbeiten zur Thematik rar oder lückenhaft. Die Zweifel an Gütezeichen, wie dem RSPO für Palmöl, werden trotz Verbesserungen nicht weniger. Wie kann man gegensteuern? Die Veranstaltung soll einen Überblick geben über erreichte Erfolge der Zertifizierungen und welche Anpassungen für verlässliche, transparente Zertifizierungssysteme nötig sind. Nicht minder wichtig ist die Frage, wo Zertifizierungen an ihre Grenzen stoßen und welche anderen Maßnahmen in den Fokus rücken sollten.

 

Zielgruppe: Nachhaltigkeitsbeauftragte aus dem öffentlichen Sektor und der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft

Zielsetzung der Veranstaltung:

  • Wissensaustausch zur Siegelbewertung durch die Bundesregierung
  • Diskussion der Herausforderungen bei der Sicherstellung wirksamer Nachhaltigkeitssiegel
    und mögliche Einflussnahme auf rasche Verbesserungen
  • Beitrag zum DUH-Arbeitspapier zu nachhaltigem Palmöl in der öffentlichen Beschaffung

 

Wir bitten um Anmeldung an frank@duh.de. Die Einwahldaten erhalten Sie rechtzeitig vor der Veranstaltung.

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