Arbeitsbedingungen in der textilen Kette

In der weltweiten Textil- und Bekleidungsindustrie sind schwerwiegende Arbeitsrechtsverletzungen der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten an der Tagesordnung. Viele von ihnen sind informell beschäftigt. Ihre Arbeit ist sozial ungeschützt und unter ihnen ist Armut weit verbreitet. Über die Hälfte der informell Arbeitenden sind Frauen. Wichtige Hebel zur Absenkung von Arbeits- und Sozialstandards waren in den letzten Jahrzehnten die Ausbreitung von „Freien Exportzonen“, die wachsende Beschäftigung von MigrantInnen sowie die Liberalisierung im Welttextilhandel. Auf allen Stufen der textilen Wertschöpfungskette - vom Anbau und der Verarbeitung von Baumwolle über Spinnereien, Webereien, Textilverarbeitung und Konfektionierung - sind informelle Arbeitsverhältnisse Alltag. SÜDWIND untersucht diese sowie die Arbeitsbedingungen von formell Beschäftigten zusammen mit Partnerorganisationen in den Produktionsländern.

SÜDWIND arbeitet seit der Gründung im Trägerkreis der Kampagne für Saubere Kleidung/Clean Clothes Campaign (CCC) mit. Die CCC ist ein weltweites Netzwerk. Um die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit zu verbessern, informiert die CCC die VerbraucherInnen, übt Einfluss auf Unternehmen aus, unterstützt Arbeitnehmerorganisationen in Konfliktfällen und führt Kampagnen durch, die sich an die Politik wendet.

Publikationen

Die Einhaltung von Arbeitsrechten muss Kernelement des globalen Infrastrukturprojekts „Neue Seidenstraße“ werden.

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Aktuelles/Pressemitteilungen

Wissenschafft Gerechtigkeit - 30 Jahre SÜDWIND

Bonn, 26.04.2021: Anlässlich des runden Geburtstags dankt Oberbürgermeisterin Katja Dörner dem aktuellen Jahrespartner der Stadt Bonn, SÜDWIND, für 30 Jahre Engagement für eine gerechtere Weltwirtschaft.

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Audio/Video

Fast Fashion auf der Seidenstraße – Wie verändert Corona die globale Textilproduktion?

Videomitschnitt zur Online-Veranstaltung mit Sabine Ferenschild am 10.03.2021

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Aus unseren Netzwerken

Kampagne für saubere Kleidung: OTTO muss neues Sicherheitsabkommen unterschreiben

Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert die 200 Marken und Einzelhändler, die derzeit Unterzeichner des auslaufenden Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch (Accord) sind, darunter auch die Otto Group auf, ein neues rechtsverbindliches Sicherheitsabkommen zu unterzeichnen.

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